Kürzlich traute ich in einem Berliner Whirlpool meinen Augen kaum. Die Sonne war bereits untergegangen, das farbig illuminierte Wasser blubberte entspannend. Doch dann bemerkte ich aus dem Augenwinkel etwas, das mich irritierte: Ein Mann, so um die 50, hielt einen Gegenstand in den Händen. Im Whirlpool!
Was war das? Ein sehr großes Handy? Ein sehr kleines Tablet? Nein, nach zwei, drei Sekunden kapierte ich es: Es handelte sich offenbar um einen E-Book-Reader. Also ein elektronisches Gerät, um darauf „Bücher“ zu lesen. Wenn man das überhaupt so nennen will. Denn mit gebundenem Papier hat all das nichts mehr zu tun. Aber sagen wir: um Texte zu lesen, Romane, Essays, Gedichte, vielleicht sogar Theaterstücke, Liebesbriefe. Oder eine Zeitung.
Kultur
E-Book-Reader im Berliner Whirlpool – geht die Welt jetzt wirklich den Bach runter?
Unser Kolumnist konnte es nicht glauben: Im Spa traf er jemanden mit Reader im blubbernden Wasser. So wurde der Wellness-Ort zum Workspace. Er findet: schlimm!
3 Min
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Unerschrocken: Mann mit E-Book-Reader im Pool (Illustration).
© Roshanak Amini/Berliner Zeitung
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