Ein leuchtender Reichstag für fünf Euro pro Nacht

BLZ
2 Min

Zur Fußball-WM hat der Lichtkünstler Michael Batz schon einmal für einige Wochen den Reichstag in Szene gesetzt. Jetzt hat der Hamburger einen Wettbewerb zur dauerhaften Illuminierung des Parlamentsgebäudes gewonnen. Nach seinem Konzept wird der Bundestag zum 60. Gründungstags der Bundesrepublik im Mai 2009 beleuchtet - in einem warmen Weiß, das die Architektur des Gebäudes nachzeichnet. "Der Reichstag wird nicht angestrahlt, er strahlt selbst", sagt Volker Hassemer, Vorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin, die zusammen mit der Stiftung Lebendige Stadt und der Sparkassenfinanzgruppe für die Beleuchtung sorgt. Bisher wird nachts nur das Eingangsportal angestrahlt, viele Teile des Reichstags liegen im Schatten. Künftig werden alle vier Fassaden gleichmäßig ausgeleuchtet (oben). Weil moderne Metalldampflampen und LEDs verwendet werden, verbraucht die geplante Illumination mit 400 Leuchten und einer Gesamtleistung von 7 264 Watt weniger Energie als die bisherige. Damit sinken auch der CO2-Ausstoß und die Stromkosten. Bei einer durchschnittlichen Betriebszeit von vier Stunden pro Nacht liegen die Kosten bei 5 Euro pro Tag. Bisher fielen rund zwölf Euro an. Die Betriebskosten trägt der Bundestag, für die Installation, die 720 000 Euro kostet, kommt die Sparkassenfinanzgruppe auf. Angeknipst wird die neue Beleuchtung bei einer Premierenveranstaltung am 22. Mai 2009.------------------------------Foto (2): Nur eine Seite des Reichstags ist heute beleuchtet. Der Rest liegt im Dunkeln. Auch die Türme sind kaum zu sehen.

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