Beim Bachfest in Leipzig soll es zu einem Zwischenfall zwischen einem berühmten Dirigenten und einer Mitarbeiterin des Veranstaltungsteams gekommen sein. Das ausrichtende Bach-Archiv spricht in einer Stellungnahme von einem „grenzüberschreitenden Verhalten eines Dirigenten gegenüber einer Mitarbeiterin unseres Veranstaltungsteams“. Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) liegt bei der Polizei eine Strafanzeige der betroffenen Frau vor.
Nach Schilderung des Bachfest-Intendanten Michael Maul wollte die Mitarbeiterin dem Dirigenten direkt nach dem Konzert als Dankeschön eine Schriftrolle überreichen. Der Dirigent habe die Rolle entgegengenommen und anschließend versucht, sie der Frau an die Halskette oder in den Ausschnitt ihres T-Shirts zu stecken.
Dirigent weist Vorwurf eines sexuellen Übergriffs zurück
Maul bezeichnete den Vorfall gegenüber der dpa als „sehr ärgerlich“ und sicherte der Mitarbeiterin Unterstützung zu. „Ich sehe darin aber ein rüpelhaftes Verhalten des Dirigenten. Er hat wohl in dem Moment nicht überblickt, dass die Mitarbeiterin auf ihn zukam, um sich zu bedanken“, sagte Maul.
Nach Angaben des Intendanten habe es ein klärendes Gespräch gegeben, bei dem der Dirigent sein Fehlverhalten eingeräumt und sich entschuldigt habe. Den Vorwurf eines sexuellen Übergriffs wies der Musiker jedoch zurück.
Neuer Besucherrekord beim Bachfest
Die Organisatoren sprechen angesichts gestiegener Ticketverkäufe und ausverkaufter Konzerte von einer „Traumbilanz“.
Nach Angaben des Intendanten Michael Maul gab es einen neuen Besucherrekord: Insgesamt wurden in den vergangenen elf Tagen knapp 96.000 Gäste bei über 200 Veranstaltungen an mehr als 30 Orten gezählt - es gab Konzerte, Open-Air-Formate und Orgelfahrten an Orte im Umland.
Chemnitz–Leipzig: Bahn baut nur noch 24 der 44 Kilometer zweigleisig aus
„Gekämpft, um zu überleben“ – Augenzeugen schildern Amokfahrt in Leipzig
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]