Schwerin scheidet als möglicher Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll aus. Das teilte die Landeshauptstadt Schwerin am Mittwoch mit. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte der Stadt diesen Arbeitsstand am Dienstag offiziell übermittelt.
Grundlage für die Bewertung war die Mächtigkeit des Wirtsgesteins, also die Dicke der Gesteinsschicht, in der der Abfall eingelagert würde. Die BGE wertete dafür Daten aus Bohrungen aus. Den Arbeitsstand veröffentlichte sie am Dienstag auch im Endlagersuche-Navigator. Dort zeigt eine Deutschlandkarte, wie weit die Prüfung in den einzelnen Gebieten ist. Über eine Suche nach Postleitzahl oder Ortsname lässt sich der Stand für jede Kommune abrufen, mit fachlicher Begründung der jeweiligen Entscheidung.
Das Verfahren ist im Standortauswahlgesetz geregelt. Gesucht wird ein Ort, an dem hochradioaktive Abfälle eine Million Jahre lang möglichst sicher lagern können.
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Endgültig ist der Arbeitsstand noch nicht. Nach Angaben der Bundesgesellschaft für Endlagerung will sie Ende 2027 Standortregionen für die Erkundung von der Oberfläche aus vorschlagen. Diesen Vorschlag prüft dann das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, und am Ende entscheidet der Gesetzgeber, welche Regionen weiter untersucht werden.
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