China ist besorgt wegen der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und umliegenden Regionen und will einen Gesandten in die betroffenen Länder entsenden. Das erklärte der chinesische Außenamtssprecher Guo Jiakun am Dienstag, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
„China verfolgt die Entwicklungen im Nahen Osten, am Persischen Golf, im Roten Meer und am Horn von Afrika aufmerksam“, sagte er. China rufe die beteiligten Parteien zu Verhandlungen auf, um so schnell wie möglich einen nachhaltigen Waffenstillstand zu erreichen. Die Gesandtenbesuche haben demnach das Ziel, „den Austausch und den Dialog zwischen allen Parteien zu fördern und dazu beizutragen, Spannungen abzubauen und eine weitere Verschlechterung der Lage zu verhindern“.
Treffen zwischen Iran, Saudi-Arabien, Türkei, Pakistan
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region. Am Montag trafen sich hochrangige Vertreter Saudi-Arabiens, der Türkei und Pakistans mit iranischen Regierungsvertretern in Teheran. Ziel sei es, eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern.
Ein pakistanischer Vertreter sagte der Nachrichtenagentur, dass unter anderem über Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien, die Straße von Hormus und die US-Blockade iranischer Häfen gesprochen werden sollte.
Huthis melden Angriff auf saudi-arabische Raffinerie
Parallel meldeten die Huthis im Jemen dem Bericht zufolge neue Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien, wie Reuters berichtet. Ägyptens Parlament genehmigte zudem militärische Unterstützung für das Königreich. Am Dienstag gaben die Huthis Reuters zufolge außerdem an, einen Angriff auf die saudi-arabische Ölraffinerie Ras Tanura gestartet zu haben. Eine Bestätigung der saudischen Behörden lag zunächst nicht vor.
Der Hafen Ras Tanura im Persischen Golf gehört nach Angaben der Nachrichtenagentur zu den wichtigsten Ölhäfen Saudi-Arabiens – ebenso wie Yanbu am Roten Meer, wo es in der Vergangenheit ebenfalls Huthi-Angriffe gegeben hatte. Fast alle Ölexporte des Landes laufen demnach über diese Häfen.
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Parallel haben sich auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zuletzt erneut verschärft. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, die USA könnten den Iran erneut militärisch angreifen. Bereits bei einem Treffen der Außenminister Chinas und Dschibutis in Peking in der vergangenen Woche hatten beide Länder laut Reuters betont, dass eine Deeskalation im Nahen Osten auch für die Sicherheit am Horn von Afrika und im Roten Meer wichtig sei.
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