Die Berliner SPD hat für Donnerstagmittag spontan eine Pressekonferenz mit ihrem Spitzenkandidaten Steffen Krach im Kurt-Schumacher-Haus angekündigt. Hintergrund sind offenbar die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen Krach.
Am Mittwoch wurden unter anderem seine Berliner Wohnung und die Landeszentrale der SPD durchsucht. Krach vermutet, dass es um den Vorwurf der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit seinem früheren Amt als Regionspräsident in Hannover geht. Er weist zurück, Bestechungsgelder angenommen zu haben.
Berliner SPD äußert sich zu Vorwürfen gegen Spitzenkandidat Krach: Spende von 9900 Euro zurücküberwiesen
Fast 44 Prozent für die AfD – doch Berlins Parteien machen unbeirrt weiter wie bisher
Krach weist Vorwürfe zurück
Nach Angaben der SPD „über den Jahreswechsel den Versuch einer Spende an die SPD Berlin in Höhe von 9900 Euro“ gegeben, teilte Schatzmeister Fabian Fischer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit. „Auf Weisung unseres Spitzenkandidaten wurde umgehend entschieden, diese Spende abzuweisen.“
Krach soll sich nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung im Aufsichtsrat des Klinikums der Region Hannover für den später unterlegenen Bieter eines Vergabeverfahrens eingesetzt haben. Das sagte die Chefredakteurin der Zeitung, Isabel Schrader, am Mittwochabend im rbb. Krach habe sich im mehrköpfigen Aufsichtsrat als eines von wenigen Mitgliedern für diesen Bieter starkgemacht. Ob die Ermittlungen mit dem Vergabeverfahren zusammenhängen, wurde noch nicht bestätigt.
Gegen Krach läuft ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover. Zu den Hintergründen sagte Krach: „Ich gehe davon aus, dass es Korruption ist. Der Vorwurf anscheinend von der Staatsanwaltschaft Hannover ist, dass ich mich da habe bestechen lassen“, sagte er dem RBB.
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