Wetter

Wetterwende ab Montag: Nach den Frostnächten kommen bis zu 19 Grad

Von minus 4 auf 19 Grad: Wetter-Prognose für Deutschland bis Martinstag. Wo es am 11. November am wärmsten wird und wo Regen den Laternenumzug stört.

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Eine Spaziergängerin in oranger Jacke steht auf einem laubbedeckten Waldweg, Sonnenlicht fällt durch das goldgelbe Herbstlaub. Nach den Frostnächten sind am Martinstag bis zu 19 Grad möglich. (Symbolbild)

Eine Spaziergängerin in oranger Jacke steht auf einem laubbedeckten Waldweg, Sonnenlicht fällt durch das goldgelbe Herbstlaub. Nach den Frostnächten sind am Martinstag bis zu 19 Grad möglich. (Symbolbild)

© Susanne Fritzsche/imago

Im Südwesten zuerst, im Nordosten zuletzt: Nach Nächten mit bis zu minus 4 Grad dreht das Wetter in Deutschland nächste Woche auf mild. Bis dahin rechnet der Deutsche Wetterdienst verbreitet mit Frost und zähem Nebel, regional sind Frostwarnungen möglich.

Danach könnte ausgerechnet der Martinstag am 11. November mit bis zu 19 Grad zum wärmsten Tag werden.

Minus 4 Grad: Die frostigsten Nächte kommen erst noch

Wo der Himmel nachts aufklart, rutscht das Thermometer schnell unter null. Schon in der Nacht zum Mittwoch erwartet der DWD Tiefstwerte bis minus 2 Grad, nur an den Küsten bleibt es mit rund 6 Grad deutlich milder.

Der Höhepunkt der Kälte folgt erst danach. In den Nächten zum Donnerstag und zum Samstag sind laut daswetter.com bis minus 4 Grad möglich, vor allem im Bergland und in Senken. Die gesamte Woche fällt damit 2 bis 3 Grad kälter aus als üblich.

Auch tagsüber bleibt es vielerorts trüb. Im Süden kann sich der Nebel stundenlang festsetzen, am Alpenrand kommen die Höchstwerte dann kaum über 5 Grad hinaus.

Wer früh mit dem Auto los muss, sollte Zeit zum Scheibenkratzen einplanen. Auf Brücken und in Waldstücken droht Reifglätte. Ob für den eigenen Landkreis eine Frostwarnung gilt, zeigen die amtlichen Warnungen des DWD.

Auch Hobbygärtner sollten handeln. Kübelpflanzen wie Oleander oder Zitrusbäumchen gehören spätestens jetzt ins Haus oder zumindest unter ein Vlies, empfindliche Knollen wie Dahlien aus dem Beet.

Ab Sonntag kippt die Lage: Am Montag sind 15 Grad drin

Der Umschwung beginnt in der Nacht zum Sonntag. Von Westen zieht Regen auf, der Wind dreht auf Südwest. Ein Hoch über Südeuropa schaufelt anschließend Tag für Tag mildere Luft nach Mitteleuropa.

Zuerst profitiert der äußerste Südwesten. In Freiburg sind laut den Meteorologen von The Weather Channel am Montag bereits rund 15 Grad möglich, während die Nordhälfte unter einem Tiefausläufer meist einstellig bleibt.

Am Dienstag erreicht die Milde verbreitet den Westen und Süden. Ganz anders der Nordosten: In Teilen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns halten sich die kalten Luftmassen, dort sind für Dienstag nur 4 Grad vorhergesagt. Auch Berlin bleibt zunächst auf der kühlen Seite.

23 Grad Sprung in einer Woche: Der Martinstag wird zum Wärme-Gipfel

Am Mittwoch, dem 11. November, könnte die milde Phase ihren Höhepunkt erreichen. Setzt sich das Hoch wie berechnet durch, sind in vielen Regionen Höchstwerte um 14 Grad möglich, im Südwesten bis zu 19 Grad.

Damit lägen zwischen der frostigsten Nacht dieser Woche und dem wärmsten Nachmittag der nächsten rund 23 Grad. Ein solcher Sprung innerhalb weniger Tage ist selbst für den wechselhaften November ungewöhnlich groß.

Die besten Karten hat der Süden mit überwiegend trockenem Wetter und zeitweise Sonne. Im Westen und Norden können dagegen Regenwolken durchziehen. Die Wärme erreicht fast das ganze Land. Die Sonne nicht.

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Martini-Sommer: Das steckt hinter der Wärme im November

Milde Tage um den 11. November sind kein neues Phänomen. Meteorologen sprechen vom Martini-Sommer, einer sogenannten Wettersingularität wie den Eisheiligen im Mai.

Gemeint ist eine Wetterlage, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr auffällig häufig einstellt. Eine Garantie ist das nicht, wohl aber eine statistische Häufung. Dahinter steckt meist genau das Muster, das sich auch jetzt abzeichnet: Ein Hoch über Südeuropa lenkt warme Luft weit nach Norden, während der Atlantik Regen in den Westen schickt.

Für die Laternenumzüge am Martinsabend sind die Aussichten im Süden gut. Im Rheinland, wo am 11.11. um 11.11 Uhr die Karnevalssession beginnt, sollten Jecken dagegen einen Schirm einpacken.

Bleibt der November jetzt mild? Das zeigen die Modelle

Die Langfristmodelle sprechen dafür. Sowohl der US-Wetterdienst NOAA als auch das europäische Modell ECMWF rechnen den November 2026 insgesamt zu warm, der Süden könnte zudem nasser ausfallen als üblich.

Ein Selbstläufer ist das nicht. Ein Vorstoß kalter Polarluft oder eine festsitzende Nebellage kann jede Prognose kippen, das zeigt schon die laufende Frostwoche.

Die 19 Grad für den Martinstag stehen deshalb noch unter Vorbehalt. Der DWD rechnet seine Mittelfristprognose bislang nur bis zum 9. November.

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