Die Mongolei hat ihren Teilnehmer für den ersten Eurovision Song Contest Asia ausgewählt. Wie die Veranstalter mitteilten, setzte sich der Musiker Beck am Samstag mit dem Lied „Light“ durch. Er soll sein Land am 14. November beim Finale in der thailändischen Hauptstadt Bangkok vertreten. Elf Länder treten bei der asiatischen Ausgabe des europäischen Musikwettbewerbs gegeneinander an.
Zum Teilnehmerfeld gehören Südkorea, Thailand und die Philippinen, aber auch Bhutan, Nepal und Laos. Japan und Indien sind bei der Premiere nicht dabei. Die europäische Rundfunkunion EBU organisiert den Wettbewerb gemeinsam mit Voxovation, S2O Productions und dem thailändischen Sender Channel 3.
Zuschauer weltweit dürfen mitentscheiden
Die nationalen Auswahlshows werden auf dem offiziellen Eurovision-Kanal auf YouTube übertragen. Auch Zuschauer außerhalb des jeweiligen Landes können abstimmen. Die einzelnen Vorentscheide haben nach Angaben der Veranstalter eigene Formate.
Auf den Philippinen gewann Ende August die Sängerin Carmelle mit „Sobra-Sobra“. Laut dem beteiligten Sender ABS-CBN entfielen dort jeweils 40 Prozent des Ergebnisses auf die Jury und das nationale Publikum. Die übrigen 20 Prozent bestimmten internationale Zuschauer.
Für Südkorea tritt Junhee an, Thailand schickt das Duo Mang x Daou. Es gelten die bekannten Eurovision-Regeln: Die Beiträge dürfen höchstens drei Minuten dauern, maximal sechs Personen stehen auf der Bühne und der Gesang muss live sein. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf den ausführenden Produzenten Assaf Blecher.
Frühere Anläufe scheiterten
Versuche, den Wettbewerb nach Asien zu bringen, gab es bereits im Jahr 2008 und erneut im Jahr 2016. Beide wurden nicht umgesetzt. Auch die amerikanische Ausgabe blieb kurzlebig. Der Sender NBC veranstaltete im Jahr 2022 den American Song Contest mit Beiträgen aus den US-Bundesstaaten und Territorien. Eine zweite Staffel folgte nicht.
Blecher sieht nach Angaben der Financial Times vor allem für kleinere Länder eine Chance, international Aufmerksamkeit zu gewinnen. Der Eurovision-Forscher Dean Vuletic äußerte gegenüber der Zeitung dagegen Zweifel an den Erfolgsaussichten. Der europäische Wettbewerb sei über Jahrzehnte mit der europäischen Integration gewachsen. Eine vergleichbare gemeinsame Entwicklung fehle in Asien.
Auch die europäische Ausgabe wächst weiter. Im kommenden Jahr soll Kanada erstmals teilnehmen. Das hat die EBU gemeinsam mit dem kanadischen Sender CBC/Radio-Canada angekündigt.
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