Der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt (BKA) haben die Fahndung nach einer tatverdächtigen Person im Zusammenhang mit der Drohnenattacke auf den Flughafen Leipzig ausgeweitet. In Ortschaften rund um den Flughafen ließen die Ermittler am heutigen Tag großflächige Fahndungsposter auf Stellwänden anbringen, Plakate aufhängen und Flyer verteilen.
Im Mittelpunkt steht eine mit KI generierte Zeichnung, die eine Person mit Kapuzenpulli, Rucksack und E-Bike zeigt. Laut dem auf der Website des BKA veröffentlichten Fahndungsaufruf soll sich die gesuchte Person zwischen dem 31. Juli und dem Tattag am 4. August 2026 zwischen den Ortschaften Rabutz und Beuditz westlich des Flughafens aufgehalten haben.
Zudem sei die Person im Bereich eines Industriegebiets zwischen Radefeld und Lützschena östlich des Flughafens mit einem E-Bike unterwegs gewesen. Auffällig sei laut BKA ihre für den Hochsommer ungewöhnlich warme Bekleidung gewesen.
Zwischen Rabutz und Beuditz vermuten die Ermittler einen Startplatz für die Drohne. Im östlichen Bereich des Flughafens wurden nach Angaben des BKA zudem „weitere Tatmittel“ sichergestellt.
Sprengladung explodierte nicht
Am 4. August war eine ukrainische Transportmaschine vom Typ Antonow am Leipziger Flughafen Ziel eines Angriffs mit einer Sprengstoffdrohne geworden. Dass die Sprengladung nicht detonierte, lag offenbar daran, dass der Zünder abgerissen war.
Die Bundesregierung macht offiziell Russland für die Tat verantwortlich. In Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass der Angriff dem Militärgeheimdienst GRU zuzurechnen ist.
Generalbundesanwalt Jens Rommel führt mittlerweile Ermittlungen gegen zwei namentlich bekannte Beschuldigte: Oleg L., einen lettisch-russischen Doppelstaatsbürger, sowie Andrej K., einen Mann aus Belarus. L. soll über Jahre hinweg Kontakte zu einem hochrangigen Sabotagespezialisten des GRU unterhalten haben.
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