Wahlkampf

Falsche Stimmzettel verschickt: Briefwahl-Panne betrifft bis zu 1400 Berliner

Falsche Wahlkreise auf den Stimmzetteln: In Charlottenburg-Wilmersdorf könnten 1400 Briefwähler betroffen sein. Abgegebene Stimmen wären ungültig.

2 Min
Mitarbeiter bereiten Wahlunterlagen für die Briefwahl vor. (Archivbild)

Mitarbeiter bereiten Wahlunterlagen für die Briefwahl vor. (Archivbild)

© Jens Kalaene/dpa

Kurz vor der Berlin-Wahl ist es in Charlottenburg-Wilmersdorf zu einer Panne bei der Briefwahl gekommen. Das Bezirkswahlamt hat falsche Stimmzettel verschickt. Bis zu 1400 Wahlberechtigte könnten betroffen sein. Wer seine Stimme bereits auf einem falschen Stimmzettel abgegeben hat, muss erneut wählen – andernfalls wäre die Stimme ungültig.

Nach Angaben der Landeswahlleitung betrifft der Fehler Briefwahlunterlagen für die Wahlkreise 3 und 4, deren Wahlscheine am 24. und 25. August ausgestellt wurden. Bislang liegen sechs Meldungen von Briefwählern vor, die in ihren Unterlagen einen Stimmzettel für einen anderen Wahlkreis gefunden haben.

1400 Briefwähler werden angeschrieben

Das Bezirkswahlamt will nun vorsorglich rund 1400 Wahlberechtigte kontaktieren, für die an den beiden betroffenen Tagen Wahlscheine ausgestellt wurden. Sie sollen prüfen, ob sie die richtigen Stimmzettel erhalten beziehungsweise zurückgesandt haben.

Wer einen falschen Stimmzettel bekommen hat oder nicht sicher ist, ob die bereits abgegebene Stimme auf dem richtigen Stimmzettel erfolgte, kann beim Bezirkswahlamt neue Briefwahlunterlagen beantragen. Die Behörde stellt dann nach eigenen Angaben unverzüglich die korrekten Unterlagen aus.

Der bisherige Wahlschein und damit auch die zuerst abgegebene Stimme werden in diesem Fall ungültig. Eine doppelte Stimmabgabe sei damit ausgeschlossen, das Wahlgeheimnis bleibe gewahrt.

Landeswahlleiter nimmt Panne „sehr ernst“

Landeswahlleiter Stephan Bröchler, der bereits 2025 von Briefwahlen abgeraten hatte, erklärte, er nehme den Vorgang „sehr ernst“. Menschliche Fehler seien bei keiner Wahl hundertprozentig auszuschließen. „Jetzt geht es darum, den Fehler so gut wie möglich zu beheben.“ Stimmen, die auf falschen Stimmzetteln abgegeben wurden, wären ungültig.

Bröchler erwartet nach eigenen Worten, dass das Bezirkswahlamt „mit ganzer Kraft an der Behebung arbeitet“. Wahlberechtigte können anhand ihrer Anschrift überprüfen, welcher Stimmzettel für ihren Wahlkreis vorgesehen ist.

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