Der kriminelle Wochenrückblick

Freibad-Prügelei in Pankow und ein unbekannter Brandstifter in Lichtenberg

In der zurückliegenden Woche ging es auf den Berliner Straßen wieder brutal zu. Unser Crime-Reporter zieht wie immer seine eigene Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

3 Min
Die Berliner Feuerwehr im Löscheinsatz: Denn in Lichtenberg treibt ein Brandstifter sein Unwesen.

Die Berliner Feuerwehr im Löscheinsatz: Denn in Lichtenberg treibt ein Brandstifter sein Unwesen.

© Morris Pudwell

Die plötzliche Sommerhitze hat die Gemüter erhitzt. Man hat den Eindruck, dass sich überall geprügelt wird. In Schöneberg musste am Sonntagnachmittag ein Fußballspiel der Kreisliga B abgebrochen werden. Nach einem Foul versetzte ein 38-jähriger Spieler einem anderen einen Kopfstoß und einen Tritt in die Rippen. Als Reaktion rannte ein Zuschauer aufs Spielfeld und sprang dem 38-Jährigen in die Rippen. Es gab eine Massenprügelei, die von der Polizei beendet wurde. An dem Nachmittag wurde auch ein „Tumult im Freibad“ gemeldet: Im Sommerbad an der Wolfshagener Straße waren laut Polizei „zwei Jugendgruppen“ aneinandergeraten. Es gab mehrere Verletzte.

Am Dienstag stürmten Polizisten und Zollfahnder an fünf Orten in Berlin Wohnungen. Sie vollstreckten Haftbefehle gegen drei Männer. Sie sollen Drogen im Wert von mehreren Millionen Euro aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt haben - darunter 368 Kilogramm Kokain, 410 Kilo Marihuana, 210 Kilo Cannabis, 25 Kilo Amphetamin und 5 Kilogramm Crystal Meth. Die Beamten beschlagnahmten scharfe Schusswaffen, darunter zwei Maschinenpistolen und ein Sturmgewehr, Munition sowie ein Kilogramm Amphetamin.

Feuerteufel in Lichtenberg, maskierter Räuber in Hellersdorf

Irgendjemand in Lichtenberg verspürt gerade Befriedigung dabei, Feuer zu legen. In der Nacht zu Mittwoch brannten an der Coppi-, Ecke Albert-Hößler-Straße zwei Wohnwagen und drei Autos. Während der Löscharbeiten entdeckte die Besatzung des Polizeihubschraubers auf dem Gelände eines nahe gelegenen Recyclinghofs einen weiteren Brand. Die Polizei geht in allen Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

In Berlin kann es mal eben passieren, dass man spontan auf der Straße ausgeraubt wird. So erging es am Donnerstagabend in Hellersdorf einem 19- und einem 20-Jährigen. Die beiden waren auf einem Parkplatz in der Böhlener Straße, als ein maskierter, schwarz gekleideter Mann mit Sonnenbrille eine Schusswaffe vor ihnen durchlud und sie zur Herausgabe von Geld und Handy nötigte. Damit flüchtete er in Richtung Louis-Lewin-Straße. Aus Angst vor einer Rückkehr des Räubers stiegen die beiden jungen Männer in ihre Autos und alarmierten die Polizei. Die Polizisten suchten die Gegend nach dem Täter ab – vergeblich.

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