Freital nimmt die Straßenreinigung ab 2027 in eigene Hände. Der Bauhof hat dafür eine neue Kehrmaschine bekommen, wie die Stadtverwaltung Freital am Mittwoch mitteilte. Das Fahrzeug kostet 235.479,20 Euro und wird aus städtischen Mitteln bezahlt. Zwei neue Bauhof-Mitarbeiter sind bereits seit 1. Oktober im Einsatz. Sie reinigen zunächst Glascontainerstellplätze, Hundetoiletten und Fahrgastunterstände.
Die Kompaktkehrmaschine vom Typ Schmidt Cleango 500 wiegt 11,5 Tonnen und hat einen 163 PS starken Dieselmotor. Drei Besen erreichen auch enge Stellen, der dritte lässt sich gegen eine Wildkrautbürste tauschen. Der Behälter fasst fünf Kubikmeter Kehrgut, dazu kommen 700 Liter Wasser gegen Staub. Geliefert hat das Fahrzeug ein Nutzfahrzeughändler aus Delitzsch.
Grundlage ist ein Beschluss des Stadtrates aus dem Herbst 2025. Die Stadt will Reinigungsarbeiten künftig selbst erledigen, statt Firmen zu beauftragen. Sie erwartet dadurch kürzere Reaktionszeiten etwa nach Unwettern und mehr Spielraum für den Bauhof, zum Beispiel beim Winterdienst. Der Schritt gehört zum freiwilligen Haushaltsstrukturkonzept, mit dem Freital bei steigenden Ausgaben und schrumpfenden Rücklagen handlungsfähig bleiben will. Ab 2027 sollen jährlich rund 40.000 Euro gespart werden. Rechnet man Maschine und Umbauten im Bauhof mit, erwartet die Stadt ab dem fünften Jahr rund 75.000 Euro im Jahr.
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Für die Anlieger ändert sich an ihrer Pflicht zunächst nichts. Laut Stadtverwaltung Freital verpflichtet die Straßenreinigungssatzung die Anlieger, die öffentlichen Straßen zu reinigen. Nur bestimmte Straßen und Abschnitte gehören zur öffentlichen Straßenreinigung, die bisher von der Stadt beauftragte Firmen übernehmen.
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