Kinderbetreuung

Kita-Beiträge in Freital steigen ab Januar weniger stark als geplant

Ein Krippenplatz mit neun Stunden kostet ab 2027 monatlich 378,38 Euro statt 360,81 Euro. Nach alter Regel wären es 414,42 Euro gewesen.

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Kita-Beiträge: Freital erhöht die Elternkosten ab Januar, aber weniger stark als nach alter Regel vorgesehen (Symbolbild).

Kita-Beiträge: Freital erhöht die Elternkosten ab Januar, aber weniger stark als nach alter Regel vorgesehen (Symbolbild).

© Funke Foto Services/imago

Eltern in Freital zahlen ab 1. Januar 2027 mehr für Krippe, Kindergarten und Hort, aber weniger als nach der alten Satzung fällig gewesen wäre. Der Stadtrat beschloss am Donnerstag eine neue Beitragsregelung, wie die Stadtverwaltung Freital mitteilte. Bis Jahresende bleiben die bisherigen Beiträge bestehen.

Ein neunstündiger Krippenplatz kostet künftig 378,38 Euro im Monat statt bisher 360,81 Euro. Im Kindergarten steigt der Beitrag für neun Stunden von 196,09 auf 214,63 Euro, ein sechsstündiger Hortplatz von 105,89 auf 117,57 Euro. Nach der bisherigen Regelung hätten die Beiträge schon zum 1. September angehoben werden müssen, auf 414,42 Euro in der Krippe, 229,96 Euro im Kindergarten und 121,62 Euro im Hort.

Grund für die Anhebung sind die Betriebskosten der Einrichtungen, die 2025 um rund 15,7 Prozent über dem Vorjahr lagen. Die Stadt nennt höhere Personal- und Energiekosten, Ausgaben für Ausstattung und Gebäude sowie eine geringere Auslastung. Die Eltern tragen künftig 21 Prozent der Betriebskosten in der Krippe, 28 Prozent im Kindergarten und 29 Prozent im Hort. Bislang galten die Höchstsätze von 23 beziehungsweise 30 Prozent. Das Sächsische Kita-Gesetz erlaubt für Krippen höchstens 23 Prozent und für Kindergärten und Horte höchstens 30 Prozent der Betriebskosten.

Die Ermäßigungen für Alleinerziehende und Familien mit mehreren betreuten Kindern bleiben, fallen aber etwas geringer aus. Der Elf-Stunden-Tarif in Krippe und Kindergarten sowie der reine Nachmittagstarif im Hort entfallen; für bestehende Verträge gibt es Übergangsregelungen. Der Stadt entgehen 2027 durch die niedrigeren Beiträge und die Ermäßigungen rund 598.600 Euro. Sie hofft auf einen höheren Landeszuschuss, der bisher nur in einem Gesetzentwurf steht. „Wir durchbrechen mit dieser Neuregelung den bisherigen Automatismus von maximalen Beiträgen trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen im städtischen Haushalt“, sagte der Erste Bürgermeister Peter Pfitzenreiter.

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