Der Schauspieler, Bühnenautor und frühere Direktor der Fritz-Reuter-Bühne, Rudolf Korf, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 91 Jahren in Schwerin, wie das Mecklenburgische Staatstheater mitteilte. Korf gehörte dem niederdeutschen Ensemble seit 1960 an.
Geboren 1935 in Neubrandenburg, lernte Korf zunächst Kaufmann. 1954 trat er der Niederdeutschen Bühne seiner Heimatstadt bei. 1960 holte ihn die Fritz-Reuter-Bühne nach Schwerin, ohne dass er vorsprechen musste. Seine erste Rolle war der Johann Schütt in „Kein Hüsung“ bei den Fritz-Reuter-Festspielen in Dömitz.
Ab 1964 baute Korf im Auftrag des damaligen Generalintendanten Rudi Kostka ein Netz von Gastspielorten in den drei Nordbezirken der DDR auf. Die niederdeutsche Sparte war zuvor dem hochdeutschen Schauspielensemble zugeschlagen worden. 1976 wurde sie wieder eigenständig. Das Staatstheater sieht in Korfs Einsatz einen wesentlichen Grund dafür, dass das Ensemble überlebte.
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MehrMehr als 30 Stücke und zwei Amtszeiten als Leiter
1969 kam Korfs erstes Lustspiel „Ümmer Arger mit denn’ Döst“ zur Uraufführung. Insgesamt schrieb er mehr als 30 Theaterstücke. Von 1990 bis 1997 war er Direktor der niederdeutschen Sparte des Staatstheaters; zuvor hatte er die Bühne Ende der 1970er-Jahre kommissarisch geführt. Mit seinem Ruhestand im Jahr 2000 wurde er Ehrenmitglied der Fritz-Reuter-Bühne. 2016 stand er noch einmal auf der Bühne, als „Oll Daniel“ in der Jubiläumsinszenierung von „Kein Hüsung“.
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Der heutige Direktor Rolf Petersen erinnerte an die gemeinsame Arbeit an „Dat Hörrohr“, in dem Korf unter seiner Regie den „Opa Meiners“ spielte: „Als heutiger Direktor empfinde ich große Dankbarkeit, dass ich Rudi kennenlernen durfte und für sein Engagement für die Fritz-Reuter-Bühne.“
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