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Frost auf die Minute: Um 2.06 Uhr beginnt der Herbst – und im Süden friert es

Wetter zum Herbstanfang: In der Nacht zu Mittwoch droht im Süden Frost bis minus 1 Grad, dazu Nebel. Abends Gewitter mit Starkregen im Nordwesten.

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Ein Feldhase auf einer frostigen Wiese: In der Nacht zu Mittwoch sinken die Temperaturen im Süden Deutschlands auf bis zu minus 1 Grad. (Symbolbild)

Ein Feldhase auf einer frostigen Wiese: In der Nacht zu Mittwoch sinken die Temperaturen im Süden Deutschlands auf bis zu minus 1 Grad. (Symbolbild)

© Imago/Klaus-Dieter Möbus

In der Nacht zu Mittwoch beginnt um 2.06 Uhr der astronomische Herbst, und im Süden Deutschlands fällt das Thermometer genau in diesen Stunden unter null. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Süden und Südosten vor leichtem Frost um minus 1 Grad und stellenweise vor Nebel mit weniger als 150 Metern Sicht. Wer am Mittwochmorgen früh mit dem Auto losmuss, sollte Zeit fürs Scheibenkratzen und für langsames Fahren einplanen.

Die Kälte sammelt sich dort, wo der Himmel aufklart: von der Donau bis zum Erzgebirge, vor allem in Tälern und Senken.

Im äußersten Nordwesten schiebt sich dagegen bereits eine dichte Wolkendecke heran. Darunter bleibt die Nacht mit bis zu 13 Grad fast mild.

Minus 1 Grad und dichter Nebel: Das ist die kälteste Nacht der Woche

Unter einem ausgeprägten Hoch über Mitteleuropa entweicht die Wärme des Tages ungebremst in den klaren Himmel. Laut der aktuellen DWD-Vorhersage ist im Südosten gebietsweise Frost in Bodennähe wahrscheinlich.

Gleichzeitig bildet sich in vielen Regionen Nebel oder Hochnebel. Wo die Sicht unter 150 Meter sinkt, wird der Weg zur Arbeit zur Geduldsprobe.

Welche Landkreise betroffen sind, zeigen die amtlichen Warnungen des DWD, die auch in der WarnWetter-App abrufbar sind.

20 Liter in einer Stunde: Am Mittwochabend kracht es im Nordwesten

Der Mittwoch beginnt vielerorts grau und wird nach Auflösung des Nebels sonnig. Die Höchstwerte liegen bei 17 bis 21 Grad, entlang des Rheins bei 21 bis 24 Grad.

Im Nordwesten verdichten sich schon am Nachmittag die Wolken. Am Abend bringt ein Tief dort lokale Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde.

In der Nacht zum Donnerstag sind über der gesamten Nordhälfte vereinzelt kurze Gewitter möglich. An der Nordsee legt der Wind zu, der DWD erwartet Sturmböen von 65 bis 80 km/h aus Nordwest.

Frost gibt es in dieser Nacht nicht, die Tiefstwerte liegen bei 14 bis 4 Grad. Am Donnerstagnachmittag erreichen Schauer und einzelne starke Gewitter auch den Südosten, nach Einschätzung von wetter.com steckt ein Höhentief dahinter.

Tagsüber schafft der Donnerstag meist 16 bis 20 Grad. Nur der sonnige Südwesten kommt auf 20 bis 24 Grad.

Vor drei Wochen 34 Grad, jetzt Frost

Wie schnell der Sommer abgedankt hat, zeigt der Blick zurück. Anfang September stiegen die Temperaturen noch auf 34 Grad.
Drei Wochen später zeigt das Thermometer im Süden nachts minus 1 Grad. Das eine war ein Nachmittagswert, das andere ist ein Nachtwert. Die Spanne von 35 Grad zeigt trotzdem, wie gründlich sich die Luft über Deutschland in kurzer Zeit ausgetauscht hat.

Und die Kälte kommt wieder. In der Nacht zum Freitag sind im Süden laut DWD erneut Frost in Bodennähe und dichte Nebelfelder möglich, bei Tiefstwerten zwischen 8 und 2 Grad.

Um 2.06 Uhr beginnt der Herbst: Warum die Nächte jetzt kälter werden

Meteorologen zählen den Herbst schon seit dem 1. September. Astronomisch beginnt er am 23. September um 2.06 Uhr, wenn die Sonne den Himmelsäquator überquert. Tag und Nacht sind dann nahezu gleich lang.

Von da an ist die Nacht länger als der Tag, und der Abstand wächst täglich. Bei klarem Himmel strahlt der Boden damit mehr Wärme ab, als die Sonne tagsüber nachliefert.

Nebel und Bodenfrost gehören deshalb zu ruhigen Hochdrucklagen im Herbst. Frostempfindliche Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse holt man in den betroffenen Regionen besser schon heute Abend herein.

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Kommen nach dem Frost noch einmal 30 Grad?

Im Südwesten ist das nicht ausgeschlossen. Laut der 10-Tage-Vorhersage des DWD setzt sich ab Freitag von Südwesten her nach Nebelauflösung die Sonne durch.

Von Sonntag bis Dienstag erwartet der Wetterdienst abseits der Küsten 20 bis 25 Grad, im Südwesten 25 bis 30 Grad. Der Norden bleibt wechselhaft mit etwas Regen.

Die Frostnacht ist ein Vorgeschmack auf den Herbst. Das Ende des Sommers ist sie noch nicht.

Für den 29. September bis 1. Oktober rechnet der DWD mit hohem Luftdruck, trockenem Wetter und nach Auflösung nächtlicher Nebelfelder mit viel Sonne.

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