Ukraine

Einsatz für Russland im Ukraine-Krieg: 27 Ugander gelten als tot oder vermisst

Elf Ugander sind beim Einsatz für Russlands Armee in der Ukraine gestorben, 16 weitere gelten als vermisst und mutmaßlich tot.

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Russlands Außenminister Sergej Lawrow (l.) begrüßt Ugandas Vizepräsidentin Jessica Alupo am 25. September 2026 am Rande der UN-Generalversammlung in New York.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow (l.) begrüßt Ugandas Vizepräsidentin Jessica Alupo am 25. September 2026 am Rande der UN-Generalversammlung in New York.

© Itar-Tass/imago

27 Ugander sind beim Einsatz für Russlands Armee in der Ukraine ums Leben gekommen oder gelten als tot. Das geht Reuters zufolge aus einem Schreiben der ugandischen Botschaft in Moskau an das Außenministerium des Landes hervor, das die Nachrichtenagentur nach eigenen Angaben einsehen konnte.

In dem Brief werden demnach die Namen von elf Ugandern genannt, deren Tod bestätigt werden konnte. Die Leichen weiterer sechzehn Personen konnten nicht gefunden werden, auch als Kriegsgefangene seien sie nicht bekannt. Laut dem Medium Pulse Uganda wurden fünf Ugander identifiziert, die noch der russischen Armee dienen.

Die ugandische Botschaft gab laut Reuters an, die Informationen vom russischen Außenministerium erhalten zu haben. Ein Mitarbeiter des ugandischen Außenministeriums habe die Echtheit des Schreibens bestätigt. Die russische Botschaft in Kampala antwortete dem Bericht zufolge zunächst nicht auf eine Anfrage.

Kenia traf Vereinbarung mit Russland

In der Vergangenheit hatte es nach Angaben der Nachrichtenagentur Berichte über afrikanische Männer gegeben, die wegen Versprechen von Jobs nach Russland gereist und anschließend an der Ukraine-Front gelandet seien. Unter anderem in Ländern wie Kenia, Ghana und Südafrika habe dies für Unmut gesorgt.

Die kenianische Regierung erklärte im März, sie habe sich mit Russland darauf verständigt, dass Kenianer künftig nicht mehr über das russische Verteidigungsministerium für den Krieg angeworben werden sollen. Das berichtete Reuters am 16. März unter Berufung auf Kenias Außenminister Musalia Mudavadi.

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Nach kenianischen Angaben seien Kenianer unter anderem von hohen monatlichen Gehältern und Prämien angezogen worden. Einem Geheimdienstbericht zufolge seien mehr als 1000 Kenianer für den Einsatz auf russischer Seite rekrutiert worden, so Reuters. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die kenianischen Staatsbürger hätten freiwillig Verträge für den Einsatz an der Seite der russischen Armee unterschrieben.

Auch Südafrikaner betroffen

Das südafrikanische Präsidialamt erklärte im Februar, dass 17 Männer im Alter zwischen 20 und 39 Jahren um Hilfe bei ihrer Rückkehr aus Russland gebeten hätten. Die Umstände, die zu ihrer Rekrutierung geführt hatten, seien Gegenstand von Ermittlungen.

Die Ukraine hatte laut Reuters im vergangenen Jahr erklärt, mehr als 1400 Staatsbürger aus rund drei Dutzend afrikanischen Ländern kämpften auf russischer Seite. Einige seien durch Täuschung angeworben worden. Russische Behörden haben dem Bericht zufolge eine illegale Rekrutierung afrikanischer Staatsbürger für den Krieg gegen die Ukraine zurückgewiesen.

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