Thüringens SPD-Landesvorsitzender Georg Maier tritt beim Landesparteitag am 21. November nicht erneut für das Amt an. „Das bedeutet in keinster Weise einen Rückzug aus der Politik“, sagte der 59-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er werde weiter Innenminister bleiben. Gerade dieses Amt sei mit ein Grund für seine Entscheidung: „Die Aufgaben als Innenminister werden nicht einfacher“, sagte Maier. Er verwies unter anderem auf hybride Bedrohungslagen und auf ein mögliches AfD-Verbotsverfahren, das ihm „sehr am Herzen“ liege.
Vor AfD-Parteitag: Maier warnt vor gewaltsamen Protesten und fordert Verbotsverfahren
Seine Entscheidung stehe in keinem Zusammenhang mit aktuellen politischen Geschehnissen auf Bundes- oder Landesebene, betonte Maier. Auch mit Blick auf seine Familie wolle er „etwas reduzieren“, sagte er dem Stern. Maier ist verheiratet und hat unter anderem eine kleine Tochter, die kurz vor seiner Wahl zum Landesvorsitzenden im Herbst 2020 zur Welt kam. „Ich war noch im Kreißsaal, als der Landesparteitag anfing, und kam dann gegen 10 Uhr, wurde dann zum Vorsitzenden gewählt – das war bewegend“, sagte er der dpa.
Schenk als mögliche Nachfolgerin
Als aus seiner Sicht geeignete Nachfolgerin an der Spitze der Landespartei benannte Maier die Thüringer Sozial-, Arbeits- und Gesundheitsministerin Katharina Schenk. Nach sechs Jahren mit ihm als Landeschef sei frischer Wind gefragt, den Schenk mitbringen werde, so Maier. Schenk selbst zeigte sich in einem gemeinsamen, von der Landespartei auf Instagram veröffentlichten Video bereit für die Aufgabe und erklärte, „große Lust“ zu haben, die Partei zu führen. Sie ist bereits stellvertretende Landesvorsitzende der SPD in Thüringen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]