Die SUV-Fahrer aus München können sich freuen. Die Villenbesitzer und Porschefahrer im Grunewald auch. Na ja – und auch die pendelnde Geringverdienerin in Sachsen. Mit dem Tankrabatt, also der abgesenkten Energiesteuer, und einem späteren Spritpreisdeckel schenkt der Staat allen Autofahrern Milliarden Euro – egal, ob die es nötig haben oder nicht. Die Politik liebt ihre Gießkanne. Es ist ja auch nur Steuergeld, was da übers Land rieselt.
Ökonomen hatten davon abgeraten. Mehrfach. Immer wieder. Es sei zu teuer. Es sei nicht zielgenau. Es gebe Mitnahmeeffekte. Es verzerre den Markt. Wenn Energiesparen angesagt ist, soll man eben Energie sparen. Wenn ein Gut knapp wird, ist es eben teurer. Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer oder auch Ifo-Chef Clemens Fuest rieten allenfalls zu Direktzahlungen an Bedürftige. Doch dazu ist die staatliche Bürokratie nicht fähig.
Kommentar
Gießkanne beim Spritpreis: Die Idiotie der deutschen Politik kommt uns teuer zu stehen
Sie machen es schon wieder! Trotz aller Warnungen schüttet die Merz-Regierung wieder die Gießkanne übers Volk aus. Weil ein „Mechanismus“ nicht funktioniert. Irre.
3 Min
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Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat noch nicht alle IBANs beisammen. Deshalb muss Kanzler Friedrich Merz (CDU) zur Gießkanne greifen. Geld spielt für beide anscheinend keine Rolle.
© Michael Kappeler/dpa
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