Die Ost-Arbeitsgemeinschaft der Grünen-Bundestagsfraktion fordert mehr Anerkennung für die Leistungen Ostdeutscher und konkrete politische Maßnahmen zur Stärkung der Region. In einem Papier mit dem Titel „Ostdeutschland als Spiegel der Zukunft“, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt, sprechen sich die Abgeordneten unter anderem für eine Quote bei der Besetzung von Führungspositionen in Bundeseinrichtungen aus.
„In Bundeseinrichtungen sollte eine anteilige Regelung zur bevorzugten Einstellung von „Landeskindern“ in Führungspositionen angestrebt werden“, heißt es in dem Papier. Forschungseinrichtungen sollen davon unter Verweis auf Kriterien wie wissenschaftliche Exzellenz ausgenommen werden.
Kritik an öffentlicher Wahrnehmung
Die Autoren beklagen, die Perspektive Ostdeutschlands als „Vorreiter für den Umgang mit regionalen Umbrüchen“ finde in der öffentlichen Debatte zu wenig Platz. „Die Ostdeutschen werden zu gern pauschal als missmutige Personen dargestellt, die die Vergangenheit in der DDR verherrlichen, undankbar sind für all die westlichen Wohltaten nach der Vereinigung und nun auch noch das Falsche wählen“, schreibt die Ost-AG. Selbstvertrauen und pragmatisches Handeln seien Fähigkeiten, die in Krisenzeiten wertvoll seien.
Forderungen zu Wirtschaft und Bildung
Konkret fordern die Abgeordneten, Ostdeutschland als Standort für klimaneutrale Technologien und deren Erforschung auszubauen. Zudem brauche es eine bessere Förderung der Infrastruktur im Gesundheits- und Schulwesen, um die Lebensqualität in den Regionen zu erhalten. Auch ausländische Fachkräfte müssten gezielt angeworben werden.
Die Förderung junger Menschen aus den ostdeutschen Bundesländern müsse verstärkt werden, heißt es weiter. So brauche es ein Begabtenförderungswerk Ost sowie mehr Unterstützung, damit weniger junge Menschen die Schule abbrechen.
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Zur Ost-AG der Grünen-Fraktion gehören Katrin Göring-Eckardt, Steffi Lemke, Andrea Lübcke, Claudia Müller, Julia Schneider, Paula Piechotta, Michael Kellner und Kassem Taher Saleh.
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