Am Naturdenkmal „Grundloses Loch“ in Nordhausen-Salza läuft derzeit eine Reinigung des Umfelds. Eine dichte Schicht aus Algen und eingetragenem Laub wird entfernt. Beauftragt hat das Sachgebiet Umwelt- und Grünordnung der Stadt Nordhausen dafür die Firma GAI, die das Naturdenkmal und den Zulauf säubert.
In der vergangenen Woche hatten die Arbeiter die Wasseroberfläche mit Keschern gereinigt, derzeit ist der Zulauf an der Reihe. Im nächsten Schritt soll die Berle in der Salza auf 500 Metern zurückgeschnitten werden, eine sogenannte Krautung. Einen Termin dafür nennt die Stadt nicht. Auch zu Kosten und zum Abschluss der Gesamtmaßnahme liegen keine Angaben vor.
Hintergrund sind nach Angaben der Stadtverwaltung Veränderungen der vergangenen Jahre: Zunehmender Baumwuchs und die starke Ausbreitung der Berle, einer Wasserpflanze, in der Salza hätten das Erscheinungsbild des Naturdenkmals beeinträchtigt. Teile der Wasseroberfläche seien kaum noch zu erkennen gewesen.
Ziel der Maßnahme ist laut Stadtverwaltung, die schwimmende Biomasse schonend zu entnehmen. Damit solle der Nährstoffeintrag verringert und das ökologische Gleichgewicht wiederhergestellt werden, ohne das geschützte Ökosystem zu schädigen. Zugleich solle das Naturdenkmal für Besucher wieder ansprechender und erlebbarer werden. Schon jetzt zeige sich das „Grundlose Loch“ wieder mit seinem charakteristischen blau schimmernden Wasser.
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Bei dem Naturdenkmal handelt es sich um einen Erdfall nahe der Salzaquelle. In seiner Mitte liegt eine Karstquelle, die das ganze Jahr über Wasser mit konstant etwa zehn Grad Celsius liefert. Kennzeichnend ist die Blaufärbung des Wassers. Wegen der gleichbleibenden Temperatur friert die Wasseroberfläche auch im Winter nicht zu.
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