Die Seetelhotels auf der Ostseeinsel Usedom im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind Ziel eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben des Unternehmens hatte die hauseigene IT-Abteilung den Vorfall bereits am Wochenende registriert und daraufhin die betroffenen Systeme umgehend isoliert und vom Netz genommen. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Angreifer setzten nach Angaben der Hotelgruppe sogenannte Ransomware ein. Dabei handelt es sich um Schadsoftware, die Nutzer vom Zugriff auf ihre Geräte aussperrt oder einzelne Dateien beziehungsweise Systembereiche verschlüsselt. Für die Freigabe fordern die Täter in der Regel ein Lösegeld.
Derzeit läuft eine forensische Untersuchung des Vorfalls. Dabei wird nach Unternehmensangaben auch geprüft, ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen sind. Nach aktuellem Kenntnisstand lasse sich nicht vollständig ausschließen, dass auch personenbezogene Daten betroffen seien, teilte die Hotelgruppe mit.
Warnung vor Phishing-Mails an Hotelgäste
Die Seetelhotels raten ihren Gästen zu erhöhter Aufmerksamkeit. Nach Cyberangriffen mit Datenabfluss komme es erfahrungsgemäß vermehrt zu Spam- und Phishing-Nachrichten. Phishing bezeichnet den Versuch, über gefälschte Mitteilungen an sensible Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen zu gelangen.
Besondere Vorsicht sei bei Nachrichten geboten, die die Hotelgruppe als Absender ausweisen oder zu Zahlungen auf eine geänderte Kontoverbindung auffordern. Das Unternehmen kündigte an, neue Erkenntnisse direkt und transparent zu kommunizieren, sobald diese vorlägen.
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