Drehschluss

Hape Kerkelings große Liebe Duncan kommt ins Kino – die traurige Geschichte hinter dem neuen Film

Hape Kerkeling: Der Film „Gebt mir etwas Zeit“ erzählt von seiner Liebe zu Duncan in Amsterdam 1987. Die Dreharbeiten sind beendet, Start ist 2027.

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Hape Kerkeling ist im Kinofilm „Gebt mir etwas Zeit“ als Erzähler seiner eigenen Geschichte zu hören. Der Film nach seinem Bestseller kommt im Oktober 2027 ins Kino. (Archivbild)

Hape Kerkeling ist im Kinofilm „Gebt mir etwas Zeit“ als Erzähler seiner eigenen Geschichte zu hören. Der Film nach seinem Bestseller kommt im Oktober 2027 ins Kino. (Archivbild)

© Christoph Hardt/imago

2015 wanderte Devid Striesow als Hape Kerkeling über den Jakobsweg. Jetzt übernimmt sein Sohn die Rolle.

Ludwig Simon spielt den jungen Kerkeling in „Gebt mir etwas Zeit“, der Verfilmung von Kerkelings Bestseller aus dem Jahr 2024. Am Freitag meldete die Produktionsfirma UFA Fiction das Ende der Dreharbeiten.

Gedreht wurde seit September in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und in den Niederlanden. Fans brauchen jetzt genau das, was der Titel verlangt: Der Kinostart ist erst am 21. Oktober 2027.

Ludwig Simon spielt Hape Kerkeling wie zuvor sein Vater

Ludwig Simon ist der Sohn der Schauspieler Maria Simon und Devid Striesow. 2017 standen Vater und Sohn gemeinsam im Saarbrücker „Tatort: Söhne und Väter“ vor der Kamera.

2024 folgte der ARD-Film „Bach – Ein Weihnachtswunder“. Striesow spielte den Komponisten, Simon dessen Sohn Emanuel.

Auch im Kerkeling-Film ist Striesow wieder besetzt. Welche Figur er spielt, ist bislang nicht bekannt.

Sein Sohn hat eine Doppelrolle: Simon spielt den jungen Hape und dessen Vorfahren Barend Kerkeling, dessen Geschichte im Jahr 1620 spielt. Kerkeling selbst steht nicht vor der Kamera. Er führt als Erzähler durch den Film.

Hape Kerkeling 1987: die große Liebe in Amsterdam

Im Zentrum steht das Jahr 1987. Kerkeling ist kurz vor seinem Durchbruch als Entertainer und hält seine Homosexualität vor der Öffentlichkeit noch verborgen.

Laut UFA wird eine Reise nach Amsterdam zum Wendepunkt. Dort begegnet er Duncan und verliebt sich.

Im Buch ist das die schönste Geschichte und zugleich die traurigste. Duncan starb später an Aids. Im Gespräch mit dem SRF bezeichnete Kerkeling diese Passage als die schwerste seines Buches.

Stammt Hape Kerkeling von König Edward VII. ab?

Lea Drinda, bekannt aus der Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, spielt ebenfalls zwei Rollen: Kerkelings Urgroßmutter Agnes und Neeltje van Vliet.

Um Agnes kreist die spektakulärste Behauptung des Buches. Nach DNA-Tests und eigener Recherche sei Edward VII. höchstwahrscheinlich der Vater seiner unehelich geborenen Großmutter Bertha, sagte Kerkeling der Schwäbischen Zeitung. Damit wäre er Urenkel des britischen Königs.

Seine Indizien lesen sich wie ein Drehbuch. Im August 1903 war der König zur Kur im böhmischen Marienbad. Ziemlich genau neun Monate später kam dort Kerkelings Großmutter zur Welt.

Dazu kommt der Name. Edward VII. wurde „Bertie“ genannt, die Großmutter hieß Bertha. Für Kerkeling ist das ein „Wink mit dem Zaunpfahl“. Unabhängig bestätigt ist die royale Abstammung nicht.

Ob der König im Film auftritt, ist offen. Die Produktion kündigt für die Urgroßmutter eine turbulente Liebesgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an. Kerkeling hat seine Entdeckung der „Zeit“ gegenüber so zusammengefasst: „Es ist witzig, aber kein Witz.“

Katja von Garnier führt Regie, Ruth Toma schreibt das Drehbuch

Regie führte Katja von Garnier, bekannt für „Bandits“ und die „Ostwind“-Reihe. Das Drehbuch schrieb Ruth Toma. Sie hatte schon „Der Junge muss an die frische Luft“ fürs Kino adaptiert.

Zur weiteren Besetzung gehören Gijs Blom, Sam Riley, Ursula Werner, Devid Striesow und Selda Kaya.

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2027 kommen zwei Kerkeling-Filme ins Kino

Nach „Ich bin dann mal weg“ (2015) und „Der Junge muss an die frische Luft“ (2018) ist es der dritte Kinofilm über Kerkelings Leben.

Fünf Monate vorher läuft schon der nächste an. Am 13. Mai 2027 startet „Hape Kerkeling – Pfoten vom Tisch!“, die Verfilmung seines Katzenbuchs.

Erst die Katzen, dann die Kerkelings. Wer den Entertainer mag, plant 2027 zwei Kinoabende ein.

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