Satelliteninternet

Streit um Starlink: Musk legt sich mit Indiens Milliardär Ambani an

Elon Musk will Indiens Internetmarkt mit bezahlbaren Starlink-Tarifen erschließen. Vor dem geplanten Jio-Börsengang verschärft er den Streit mit dem Unternehmer Ambani.

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Der Unternehmer Elon Musk. Er hat bezahlbare Starlink-Tarife für Indien angekündigt und wirft Konkurrent Mukesh Ambani vor, den Markteintritt zu behindern.

Der Unternehmer Elon Musk. Er hat bezahlbare Starlink-Tarife für Indien angekündigt und wirft Konkurrent Mukesh Ambani vor, den Markteintritt zu behindern.

© Political-Moments/imago

Elon Musk hat im Streit um Starlinks Markteintritt in Indien erneut den Unternehmer Mukesh Ambani angegriffen. In einem Beitrag auf X erklärte er, SpaceX müsse den Satelliteninternetdienst bezahlbar anbieten, um Kunden zu gewinnen. Konkrete Preise oder einen Starttermin nannte er nicht.

Ambanis Konzern Reliance betreibt mit Jio einen der größten Telekommunikationsanbieter Indiens. Musk warf Ambani und der Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi in den vergangenen Tagen vor, Starlinks Markteintritt zugunsten des Konkurrenten zu verzögern. Belege für eine solche Einflussnahme legte er nicht vor.

Regierung weist Vorwürfe zurück

Am Freitag sprach Musk den Unternehmer auf X spöttisch als „Premierminister Ambani“ an. In seinem jüngsten Beitrag argumentierte er, zusätzliche Konkurrenz würde den Menschen in Indien mehr Auswahl bieten. Ambanis Gewinne würden zwar sinken, sein Unternehmen aber nicht verschwinden. Reliance reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.

Die indische Regierung bestreitet eine Bevorzugung einzelner Anbieter. Telekommunikationsminister Jyotiraditya Scindia erklärte nach einem Bericht des Portals Mint, die Sicherheitsfreigabe liege beim Innenministerium.

Starlink verfügt bereits über eine Telekommunikationslizenz. Das geht auch aus einer parlamentarischen Antwort des indischen Kommunikationsministeriums vom Januar hervor. Für den kommerziellen Start müssen jedoch noch Sicherheitsanforderungen erfüllt und Frequenzen zugewiesen werden. Nach Regierungsangaben warten auch Jios Satellitenunternehmen und OneWeb auf die abschließende Sicherheitsfreigabe.

Streit vor geplantem Rekordbörsengang

Musks Angriffe fallen in die Vorbereitungen für den Börsengang von Jio Platforms. Das Unternehmen strebt nach Reuters-Informationen eine Bewertung von rund 106 Milliarden Dollar an. Der geplante Aktienverkauf könnte der größte Börsengang in Indien werden. Die Angaben beruhen auf mit den Plänen vertrauten Quellen.

Für Starlink ist Indien ein schwieriger Markt. Mobile Daten kosten dort laut Reuters etwa acht US-Cent pro Gigabyte und gehören damit zu den günstigsten weltweit. Musk muss deshalb erst zeigen, zu welchen Preisen sein Satellitendienst angeboten werden kann.

Die beiden Unternehmen hatten zuvor eine Zusammenarbeit angekündigt. Im März 2025 veröffentlichte Reliance Industries eine Mitteilung über eine geplante Partnerschaft, mit der Jio seinen Kunden Starlink-Internet zugänglich machen sollte. Der heutige Streit betrifft vor allem die noch ausstehende Freigabe für den Markteintritt.

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