Der Abstand zwischen AfD und Union wird in einer neuen bundesweiten Insa-Umfrage noch größer. In der am Montag veröffentlichten Erhebung im Auftrag der Bild kommt die AfD auf 30,5 Prozent, CDU und CSU erreichen zusammen nur noch 17,5 Prozent. Damit beträgt der Abstand zwischen AfD und Union inzwischen 13 Prozentpunkte.
Für die AfD ist das ein neuer Höchstwert in der aktuellen Insa-Reihe, für die Union ein neues Tief. Erst am Samstag hatte eine weitere Insa-Erhebung die AfD bei 30 Prozent und CDU/CSU bei 18 Prozent gesehen. Damals betrug der Abstand zwölf Punkte.
AfD gewinnt einen Punkt, Union verliert 1,5
Für den direkten Vergleich zieht Insa die vorherige, ebenfalls online durchgeführte Erhebung vom 29. September heran. Damals lag die AfD bei 29,5 Prozent, die Union bei 19 Prozent. Binnen einer Woche gewinnt die AfD damit einen Prozentpunkt hinzu, CDU und CSU verlieren 1,5 Punkte.
Die neue Erhebung wurde vom 2. bis 5. Oktober durchgeführt. Befragt wurden 2002 Wahlberechtigte in einem Online-Panel. Die am Samstag veröffentlichte Insa-Umfrage basierte dagegen auf einer gemischten Telefon- und Onlinebefragung mit 1202 Teilnehmern. Deshalb lassen sich die Veränderungen zwischen diesen beiden Erhebungen nicht ohne Weiteres als direkte Wählerwanderung interpretieren.
SPD und Grüne kommen in der neuen Umfrage jeweils auf 14,5 Prozent. Die Linke erreicht 10,5 Prozent, die FDP 4,5 Prozent. Das BSW liegt bei 3,5 Prozent, auf die sonstigen Parteien entfallen zusammen 4,5 Prozent.
Andere Institute sehen kleineren Abstand
Dass die AfD derzeit vor der Union liegt, zeigen auch andere jüngere Erhebungen, allerdings mit teils deutlich geringerem Abstand. Infratest dimap kam Anfang Oktober auf 27 Prozent für die AfD und 20 Prozent für CDU/CSU. Forsa hatte Ende September 26 Prozent für die AfD und 19 Prozent für die Union gemessen.
Wahlumfragen bilden die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab. Schon geringe methodische Unterschiede, die Zusammensetzung der Stichprobe und statistische Schwankungen können die Ergebnisse beeinflussen. Einzelne Veränderungen von wenigen Prozentpunkten lassen sich deshalb nicht unmittelbar mit tatsächlichen Wählerbewegungen oder einem späteren Wahlergebnis gleichsetzen.
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