Die CDU ist in der jüngsten Insa-Umfrage auf 19,5 Prozent abgerutscht. Es ist der tiefste Wert, den das Institut bundesweit für die Partei in den vergangenen Jahren gemessen hat. Wie aus einer Übersicht von Wahlrecht.de hervorgeht, lag die CDU zuletzt im Oktober 2021 mit 18,5 niedriger.
Im September fand die Bundestagswahl statt, im Dezember 2021 wurde die Ampel-Regierung vereidigt. Zeitgleich steht die AfD bei 29 Prozent. Der Vorsprung wächst damit auf fast zehn Prozentpunkte.
Erhoben wurde die Befragung vom vierten bis siebten September. In diesen Zeitraum fiel die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD klar stärkste Kraft wurde.
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Alle Werte der Insa-Umfrage im Überblick
So verteilen sich die Stimmen in der Befragung des Instituts. Gemeint ist die Sonntagsfrage, also welche Partei die Befragten wählen würden, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre:
Neue Insa-Umfrage: So stehen die Parteien
- AfD: 29 Prozent
- CDU: 19,5 Prozent
- Grüne: 13,5 Prozent
- SPD: 12,5 Prozent
- Linke: 10,5 Prozent
- FDP: 4,5 Prozent
- BSW: 4 Prozent
- Sonstige: 6,5 Prozent
Wer Einzug in den Bundestag verpassen würde
Die AfD liegt mit großem Abstand vorn. Um Platz drei liefern sich Grüne und SPD ein enges Rennen. Sowohl die FDP als auch das BSW würden den Einzug in den Bundestag verpassen. Beide bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Zusammen mit den sonstigen Parteien entfallen 15 Prozent der Stimmen auf Kräfte, die nicht im Parlament säßen.
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: CDU stürzt ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde die AfD am sechsten September klar stärkste Kraft, die CDU stürzte ab. Rund 1,7 Millionen Menschen waren dort zur Wahl aufgerufen.
Die AfD kam auf 43,8 Prozent und konnte sich so fast verdoppeln. Die CDU hingegen halbierte sich und erreichte 17,2 Prozent der Stimmen. Auf Platz drei landete die SPD mit 9,3 Prozent – fast unverändert im Vergleich zu 2021. Dicht dahinter folgten Grüne (8,9 Prozent) und Linke (8,6 Prozent). Die FDP flog mit 2,6 Prozent aus dem Landtag, das BSW schaffte mit 5,3 Prozent den Einzug ins Parlament.
Die Wahlbeteiligung erreichte 77,8 Prozent – der höchste Wert bei einer Landtagswahl seit der Wiedervereinigung. Der bisherige Rekord von 71,5 Prozent stammte aus dem Jahr 1998.
Politiker-Ranking: Schwesig steigt auf, Merz bleibt Schlusslicht
Neben der Sonntagsfrage erhebt die Insa regelmäßig die Beliebtheit einzelner Politiker. Dort rückte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf Rang drei vor – hinter Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne). Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt.
Auf den Rängen fünf bis acht folgen mit Johann Wadephul, Markus Söder, Alexander Dobrindt und Thorsten Frei vier Unionspolitiker. Am unteren Ende steht Kanzler Friedrich Merz auf dem letzten Platz 20. Vor ihm liegen die CDU-Politikerin Katherina Reiche (19.) und SPD-Co-Chefin Bärbel Bas (18.). Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) rutschte von Rang 14 auf 17 ab.
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