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Jack the Ripper: Britin will Identität des Serienmörders festgestellt haben

Der legendäre „Schlitzer“ hat viele Morde begangen, doch seine Identität konnte bisher nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Die Ururenkelin eines Polizisten will ihn nun entlarvt haben.

3 Min
Die Figur von Jack the Ripper ist in Literatur und Unterhaltung weit verbreitet. Wer steckt aber hinter dem Pseudonym?

Die Figur von Jack the Ripper ist in Literatur und Unterhaltung weit verbreitet. Wer steckt aber hinter dem Pseudonym?

© Open Sources

Jack the Ripper (Deutsch: Jack der Aufschlitzer) hat von August bis November 1888 mindestens fünf Morde an Frauen im Stadtteil Whitechapel im Londoner East End begangen. Dort befindet sich heute auch das Jack The Ripper Museum. Der Serienmörder schnitt den Opfern die Kehlen durch und verstümmelte ihre Körper. Er wurde nie gefasst, und über seine Identität wird bis heute spekuliert.

Nun behauptet die Ururenkelin eines an den ursprünglichen Ermittlungen beteiligten Polizisten, Sarah Bax Horton, dass sie es geschafft habe, das Geheimnis zu lüften. Darüber berichtet die britische Zeitung The Telegraph.

Identität von Jack the Ripper endlich festgestellt? Was die Krankenakten zeigen

Bax Horton unterrichtet an der Universität Oxford und war mehr als 20 Jahre lang als freiwillige Ermittlerin bei der Polizei tätig. Sie interessierte sich nach eigenen Worten für die Figur des Mörders, nachdem sie erfahren hatte, dass ihr Urgroßvater Harry Garrett an den ursprünglichen Ermittlungen beteiligt war. Wie sie nun vermutet, könnte hinter dem Pseudonym Jack the Ripper mit großer Wahrscheinlichkeit der Zigarrenhersteller Hyam Hyams stecken, der damals in der Gegend lebte, in der die Morde geschahen. Bax Horton kam zu ihren Schlussfolgerungen auf der Grundlage der Krankenakten von Hyams, die seine körperlichen Merkmale aufzeigen. Diese Merkmale würden mit denen übereinstimmen, die von Zeugen der Taten beschrieben wurden, so die Britin. 

Die Zeugen berichteten, dass der Mörder etwas über 30 Jahre alt wäre, einen steifen Arm und schwache Knie sowie Probleme beim Gehen hätte. Er soll umgerechnet zwischen 165 und 173 Zentimeter groß, kräftig und breitschultrig gewesen sein. Der Krankengeschichte von Hyams zufolge war er Epileptiker und Alkoholiker, griff seine Frau und Mutter an und wurde in psychiatrischen Kliniken behandelt. Im Jahr 1888 war er 35 Jahre alt, in den Krankenakten steht ebenfalls, dass er aufgrund eines Bruchs seinen linken Arm weder beugen noch strecken konnte, dass er seine Knie nicht strecken konnte und einen unsicheren Gang hatte. Hyams war rund 170 Zentimeter groß, die in der Akte enthaltenen Fotos zeigen ebenfalls, dass er breitschultrig war.

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Bax Horton stellt fest, dass die Verschlechterung von Hyams’ Zustand mit der Zeit zusammenfiel, als die Morde stattfanden. Ende 1888 wurde Hyams von der Polizei wegen kleinerer Delikte festgenommen und im folgenden Jahr in eine Irrenanstalt gebracht, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1913 blieb. Er stand demnach zwar auf der langen Liste der Verdächtigen, die sich hinter dem Pseudonym Jack the Ripper verstecken könnten, wurde dann jedoch von der Liste genommen. „Als ich versuchte, den richtigen Hyam Hyams zu identifizieren, fand ich ungefähr fünf Personen. Es war ziemlich aufwendig, an seine korrekten biografischen Daten zu kommen. Gegen Hyam Hyams wurde noch nie umfassend ermittelt“, wird die Hobby-Ermittlerin von der Zeitung zitiert.

Ihre Vermutungen zur Identität des Serienmörders will Bax Horton nun im Buch „One-Armed Jack: Revealing the Real Jack the Ripper“ (Deutsch: Einarmiger Jack: Der wahre Jack the Ripper wird enthüllt) darlegen.

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