„150 Jahre Nordhäuser Museen – 150 Jahre Sammeln“ heißt die Sonderausstellung, mit der die Städtischen Museen Nordhausen in der Flohburg ihr Jubiläum begehen. Zu sehen sind Stücke aus dem Museumsdepot, viele davon zum ersten Mal öffentlich, wie die Stadtverwaltung Nordhausen am Donnerstag mitteilte. Das erste Nordhäuser Museum nahm im September 1876 in einem einzigen Zimmer seinen Anfang; über die früheren Standorte informiert der Eingangsbereich der Schau.
Die Ausstellung führt durch die Sammlungsgebiete der Museen. Dazu gehören Porzellan, historische Kleidung wie ein himmelblaues Biedermeier-Hochzeitskleid, handbestickte Vereinsfahnen, römische Münzen und Teile der Siegelsammlung. Außerdem zeigen die Museen aufgespießte Käfer und Muscheln, Waffen, Zinn, Möbel, asiatische Reise-Souvenirs aus dem 19. Jahrhundert, erotische Gläser, Kunst und Kuriositäten.
Riemenschneider-Pietà seit 1881 in Nordhäuser Sammlung
Eines der ältesten Stücke ist die große Pietà, die um 1480 in der Werkstatt von Tilman Riemenschneider entstand. Das Museum kaufte sie 1881 an. Neben der Münz- und Siegelsammlung zählt sie damit zu den ältesten Sammlungsobjekten der Nordhäuser Museen und steht jetzt in der Sonderausstellung.
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Führungen durch die Ausstellung gibt es jeden Donnerstag um 15 Uhr. Die Schau läuft bis 28. Februar 2027 in der Flohburg, geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro, Kinder bis 18 Jahre zahlen nichts.
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