Die Klimabewegung Fridays for Future hat am Freitag bundesweit zu Protesten gegen die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung aufgerufen. Im Mittelpunkt der Aktionen standen die Parteizentralen der Koalitionsparteien CDU und SPD.
In Berlin startete die Demonstration vor dem Konrad-Adenauer-Haus am Tiergarten, der Bundeszentrale der CDU. Die Polizei sprach zunächst von rund 200 Teilnehmern. Auf selbstgebastelten Plakaten stand unter anderem „Stoppt die Klimakrise - sonst vertrocknet unsere Wiese“. Auf weiteren Schildern wurde Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kritisiert. Die Bewegung wirft ihr eine zu enge Zusammenarbeit mit der Gasindustrie vor.
Von der CDU-Zentrale aus wollten die Demonstranten weiter zum Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg ziehen, dem Sitz der SPD-Bundeszentrale. Vor beiden Parteizentralen sollten nach Angaben der Organisatoren große Banner ausgerollt werden. Damit werde die Energiepolitik der Koalition kritisiert und eine schnelle Abkehr von den fossilen Energieträgern Kohle, Öl und Gas gefordert. Bei der Veranstaltung in Berlin sprach auch die Aktivistin Luisa Neubauer.
Lob vom früheren US-Präsidenten: Obama würdigt Klimaaktivistin Luisa Neubauer zum Earth Day
Fridays for Future zieht mit 14-Meter-Rechnung durch Berlin
Polizei mit 150 Beamten im Einsatz
Die Berliner Polizei begleitete die Demonstration nach eigenen Angaben mit rund 150 Beamten. Bislang verlaufe alles friedlich, sagte ein Polizeisprecher.
Der Protest in der Hauptstadt ist Teil eines bundesweiten Aktionstages der Bewegung. Nach Angaben von Fridays for Future fanden in ganz Deutschland an 65 Orten Aktionen statt, etwa vor Rathäusern und den Parteibüros der Regierungsparteien CDU und SPD. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Bewegung mehr als 80.000 Menschen an den Protesten. (mit dpa)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]