Gesundheit

Klinikum Chemnitz verlagert Akutgeriatrie nach Hartmannsdorf

Seit Donnerstag gibt es akutgeriatrische Behandlung im Verbund nur noch am Diakomed in Hartmannsdorf. Dort sollen die Betten von 17 auf 30 steigen.

Alexander Angierski
2 Min
Die Akutgeriatrie zieht nach Hartmannsdorf.

Die Akutgeriatrie zieht nach Hartmannsdorf.

© Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Das Klinikum Chemnitz hat seine Akutgeriatrie zum Mittwoch eingestellt und die Station K121 geschlossen. Die akutgeriatrische Behandlung übernimmt seit Donnerstag ausschließlich der Verbundpartner Diakomed – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land in Hartmannsdorf. Das teilte das Klinikum Chemnitz am Freitag mit. Beide Häuser verfolgen nach eigenen Angaben eine gemeinsame Strategie, zu der dieser Schritt gehört.

Der Medizinische Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, Martin Wolz, begründet die Verlagerung mit der Konzentration von Leistungen, wie sie der Gesetzgeber bei der Krankenhausreform vorgesehen habe. Zugleich werde damit der Krankenhausstandort Hartmannsdorf gestärkt. Der Kaufmännische Geschäftsführer Martin Jonas sieht in der Zusammenführung der bisher an zwei Standorten vorgehaltenen Akutgeriatrien eine gute Grundlage für die Versorgung älterer Menschen in der Region.

In Hartmannsdorf zieht die Akutgeriatrie nach Angaben der Kaufmännischen Standortleiterin Elisabeth Maas innerhalb des Hauses um und erhält mehr Kapazität. Bislang stehen dort 17 Betten zur Verfügung, künftig sollen es insgesamt 30 sein. Der Aufbau erfolgt laut Chefarzt Evaldas Bortkevicius schrittweise, entsprechend dem Übergang der Versorgung. Einen Zeitplan nennt das Klinikum nicht.

Chefarzt hält zusätzliche Geriatrie-Betten für dringend nötig

Bortkevicius hält die zusätzlichen Behandlungsplätze für dringend nötig. „Schon jetzt haben wir mehr Behandlungsanfragen, als wir erfüllen können“, sagt der Chefarzt der Klinik für Akutgeriatrie. Mit dem Umzug soll auch das Wissen der bisherigen Chemnitzer Akutgeriatrie in Hartmannsdorf gebündelt werden, um die geriatrische Versorgung dort weiterzuführen und auszubauen.

Für die Beschäftigten der geschlossenen Station gibt es zwei Wege: Ein Teil des Teams arbeitet künftig in Hartmannsdorf, die übrigen Mitarbeitenden wechseln in andere Bereiche des Klinikums Chemnitz. Wie viele Beschäftigte betroffen sind, teilte das Klinikum nicht mit. Die Geschäftsführung dankte dem Team für die langjährige Betreuung der geriatrischen Patienten.

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