Das Städtische Klinikum Dresden bringt sein überarbeitetes „Zukunftskonzept 2035“ ab Montag, 28. September 2026, in die politischen Gremien der Landeshauptstadt ein. Das kommunale Krankenhaus will damit seine vier Standorte medizinisch klarer voneinander abgrenzen: Neben Friedrichstadt und Trachau betrifft das den Weißen Hirsch, der weiter als Zentrum für seelische Gesundheit profiliert werden soll, sowie Löbtau, wo die geriatrische Rehabilitation und der Bildungscampus mit der Medizinischen Berufsfachschule bleiben.
Kern der Pläne ist die Konzentration der stationären somatischen Versorgung, also der körperlichen Medizin mit Krankenhausbett, am Standort Friedrichstadt. Der Campus Trachau bleibt als Krankenhausstandort erhalten, soll sich aber zu einem Gesundheitsquartier mit Schwerpunkt auf ambulanter Versorgung entwickeln. Insgesamt sollen die medizinischen Angebote stärker gebündelt, spezialisiert und miteinander vernetzt werden.
Beschlossen ist davon noch nichts: Entscheiden soll der Dresdner Stadtrat, der Beschluss ist für Dezember 2026 geplant.
Klinikum begründet Umbau mit Reform und Fachkräftemangel
Als Gründe für die Neuordnung nennt das Klinikum die Krankenhausreform, die zunehmende Ambulantisierung, den Fachkräftemangel und veränderte wirtschaftliche Bedingungen. Durch die Konzentration von Kompetenzen sollen interdisziplinäre Strukturen gestärkt, Ressourcen gezielter eingesetzt und moderne Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Damit will das Haus medizinische Qualität und Versorgungssicherheit sichern.
Das Zukunftskonzept wurde erstmals 2021 als strategischer Rahmen bis 2035 aufgestellt. Das nun angepasste Strategiepapier für die weiteren Entwicklungsphasen wird in den zuständigen Ausschüssen sowie in den Stadtbezirksbeiräten Altstadt, Pieschen, Klotzsche und Loschwitz beraten.
Die politischen Beratungen in Dresden haben auch Bedeutung für die Landesebene: Sie bilden die Grundlage für die Befassung im Krankenhausplanungsausschuss des Freistaats Sachsen und für die Beantragung von Fördermitteln für notwendige Investitionen.
Städtisches Klinikum Dresden mit vier Standorten
Das Städtische Klinikum Dresden beschäftigt rund 4.000 Mitarbeitende und behandelt nach eigenen Angaben jährlich etwa 60.000 Patienten stationär sowie 129.000 ambulant.
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Als akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden bildet das Klinikum Medizinstudierende aus. In der eigenen Medizinischen Berufsfachschule lernen mehr als 600 Auszubildende in Pflege- und medizinischen Assistenzberufen.
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