Der Landkreis Meißen hat sein Forschungsprojekt KriKom-LK-MEI auf der Fachmesse Florian in Dresden und auf einer Bundeskonferenz in Bonn vorgestellt. Das teilte das Landratsamt Meißen mit. Das Projekt entwickelt ein Datenfunknetz für den Katastrophenschutz im Kreis, das ohne Strom- und Mobilfunknetz auskommen soll. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert es.
In Dresden führten die Partner einen Koffer für die Krisenkommunikation und eine Sirene vor, die mehr kann als nur heulen. Erstmals zeigten sie zwei Prototypen eines digitalen Infoboards. Es arbeitet mit E-Ink-Technik, einer stromsparenden Anzeige wie bei Lesegeräten, und soll die Bevölkerung in Krisen informieren. Die Messe folgte wenige Tage auf den 2. Bevölkerungsschutztag des Landkreises in Glaubitz.
Danach stand das Projekt auf dem zweitägigen Innovationsforum „Zivile Sicherheit“ 2026 im World Conference Center Bonn, zu dem das Ministerium rund 400 Teilnehmer zählte. Dort ging es unter anderem um hybride Bedrohungen und die Versorgungssicherheit kritischer Infrastruktur.
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Für die Einwohner soll das Netz die Verbindung zwischen Einsatzkräften und Bevölkerung auch bei schweren Schadenslagen und Stromausfällen halten – über Sirenenstandorte, digitale schwarze Bretter und mobile Katastrophenschutz-Leuchttürme. Die Umsetzung läuft laut Landkreis Meißen seit Herbst 2023; bis zum Frühjahr 2025 waren 41 KriKom-Systeme in Betrieb, fünf multifunktionale Sirenenstandorte waren für das Jahr 2025 geplant.
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