Alle Jahre wieder: Berliner CDU-Politiker fordern, U-Bahnhöfe mit Bahnsteigsperren zu versehen. Doch es gibt Gegenwind – vom Koalitionspartner SPD und aus der Senatsverwaltung.
In den meisten Bahnhöfen reiche der Platz für solche Zugangskontrollen nicht aus. Das gab Jan Lehmann, SPD-Abgeordneter für Kaulsdorf und Hellersdorf, zu bedenken. Sie würden Fahrgäste im Rollstuhl behindern und damit die Barrierefreiheit verschlechtern.
Sperren müssten an allen Zugängen installiert werden, teilte die Verwaltung von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) 2025 auf Anfrage Lehmanns mit. Ticketautomaten müssten versetzt werden. Und was geschieht mit Aufzügen, die heute direkt zu den Bahnsteigen führen?
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Jeder Zugang müsste mit Personal versehen werden
Anstatt zu mehr Sicherheitspersonal würde der Vorschlag zu weniger führen. Denn jeder Zugang müsste mit Personal versehen werden, wie ein Blick nach London und Paris zeigt, hieß es weiter.
Eine U-Bahn hält in der Stationen Rotes Rathaus an der U5 in Mitte. Die CDU-Fraktion schlägt vor, diese Linie sowie die U7 und U8 testweise mit Zugangskontrollen zu versehen.
© Christophe Gateau/dpa
Gleichzeitig bleibe unklar, welchen Nutzen Sperren bringen. „Ein direkter Zusammenhang zwischen Fahrscheinbesitz und Rettungseinsätzen, Störungen oder Betriebsvorkommnissen sei nicht erkennbar“, so die Senatsverwaltung.
„In engen Stationen könnten Sperren bei großem Fahrgastandrang oder im Brandfall gefährliche Stausituationen verursachen“, ergänzte Matthias Kollatz von der SPD.
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