Nach einem Brand auf einem Schiff im Schwarzen Meer sind am Donnerstag acht Menschen als vermisst gemeldet worden. „Es waren zwölf Menschen an Bord des Schiffes. Vier von ihnen sind in Sicherheit, acht werden noch vermisst“, teilte die rumänische Schifffahrtsbehörde laut AFP mit. Bereits am Mittwochabend hatte es auf einem Tanker in rumänischen Hoheitsgewässern gebrannt. Ein möglicher Drohnenangriff wird untersucht.
Das am Donnerstag betroffene Schiff fährt unter der Flagge San Marinos. Nach Angaben von Euronews meldete es gegen 7 Uhr Ortszeit einen Brand, etwa 13 Seemeilen südöstlich der rumänischen Stadt Sulina. Ein Rettungsschiff und ein Hubschrauber beteiligten sich an der Suche. Zur Brandursache machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Feuer auf Tanker gelöscht
Am Vorabend war auf dem unter der Flagge der Komoren fahrenden Chemikalien- und Öltanker „Yara J“ ein Feuer ausgebrochen. Er lag etwa acht bis zehn Seemeilen südöstlich von Sulina innerhalb rumänischer Hoheitsgewässer vor Anker.
Die Besatzung löschte den Brand selbst. Alle Menschen an Bord seien sicher, weitere Hilfe werde nicht benötigt, hieß es in einer vom rumänischen Portal Știrile ProTV wiedergegebenen Mitteilung der Küstenwache. Diese bestätigte keinen Drohnentreffer.
Verteidigungsminister Radu Miruță sprach im Fernsehsender Digi24 von einem schwerwiegenden Vorfall. Der Tanker sei unbeladen gewesen und habe seit mehreren Tagen gewartet. Ob er von einer Drohne getroffen worden sei, werde geprüft. Militärische Radare hätten keine Drohne erfasst, die auf das Schiff zugeflogen sei.
Mehrere Schiffe von Drohnen getroffen
Seit der vergangenen Woche sollen Drohnen mehrere Schiffe vor Rumänien und dem Nachbarland Bulgarien getroffen haben. Die beiden Nato-Staaten liegen an wichtigen Handelsrouten im Schwarzen Meer. Ein Zusammenhang dieser Angriffe mit den beiden jüngsten Bränden ist bislang nicht nachgewiesen.
Der Sulina-Kanal verbindet die Donau mit dem Schwarzen Meer und ist eine wichtige Route für ukrainische Getreideexporte. Russland greift wiederholt ukrainische Häfen am Schwarzen Meer und an der Donau an. Dabei waren mehrfach Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen.
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