Bildung

Landkreis Görlitz will Übergang von Kita zu Schule besser begleiten

Mehr als 50 Fachkräfte haben in Weißwasser den Auftakt gemacht. Arbeitskreise sollen Zuständigkeiten und Hilfsangebote für Familien übersichtlicher machen.

Alexander Angierski
3 Min
Schulbeginn: Der Landkreis Görlitz will den Wechsel von der Kita in Schule und Hort besser begleiten (Symbolbild).

Schulbeginn: Der Landkreis Görlitz will den Wechsel von der Kita in Schule und Hort besser begleiten (Symbolbild).

© Rolf Poss/imago

Der Landkreis Görlitz will den Wechsel von der Kita in Schule und Hort künftig besser abstimmen, vor allem für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Den Auftakt bildete am Donnerstag ein Fachtag im KiEZ „Am Braunsteich“ in Weißwasser, zu dem nach Angaben des Landkreises mehr als 50 Fachkräfte kamen. Vertreten waren Kindergärten, Horte, Grund- und Förderschulen, die kommunale Verwaltung, freie Träger sowie unterstützende Dienste und Institutionen.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Weil zusammen mehr geht – Kita, Hort und Schule inklusiv im Übergang“ richtete sich zunächst an den Norden des Landkreises. Sie ist als Beginn eines längeren Arbeitsprozesses angelegt, nicht als einmaliger Termin. Im Mittelpunkt stand, wie vorhandene Angebote, Zuständigkeiten und Erfahrungen besser ineinandergreifen können und welche Probleme beim Übergang vor Ort konkret bestehen.

Sozialdezernentin Martina Weber, Zweite Beigeordnete des Landkreises, sagte im Grußwort, die Unterstützungsmöglichkeiten seien vielfältig, aber manchmal auch komplex. „Zuständigkeiten, Angebote und Ansprechpartner sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.“ Sie wünsche sich, dass der Fachtag genutzt werde, um genau diese Dinge transparenter zu machen.

Arbeitskreise sollen Hilfsangebote im Kreis Görlitz verknüpfen

Fachliche Impulse gab es zum Datenschutz, zur Sicht von Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf und zu den Grundprinzipien des Sächsischen Bildungs- und Erziehungsplans. In Arbeitsphasen übertrugen die Teilnehmer die Themen auf ihre eigene Praxis. Ein „Markt der Möglichkeiten“ stellte Einrichtungen und deren Aufgaben beim Übergang vor. Als Ergebnis hält der Landkreis fest: Angebote und Fachwissen seien bereits reichlich vorhanden, müssten aber für Fachkräfte und Familien leichter zugänglich und nutzbar werden.

Die gesammelten Probleme und ersten Lösungsideen sollen nun in thematischen Arbeitskreisen weiterbearbeitet werden. Dort sollen nach Angaben des Landkreises praxisnahe Maßnahmen entstehen, Zuständigkeiten klarer und bestehende Strukturen enger verknüpft werden. Ob und wann weitere Fachtage in anderen Teilen des Landkreises folgen, ist offen.

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Organisiert hatten den Fachtag die Abteilung für Strukturentwicklung, Wirtschaftsförderung und Internationale Beziehungen und das Jugendamt des Landkreises gemeinsam mit den Kooperationsverbünden für sonderpädagogische Förderung und inklusiven Unterricht. Gefördert wurde er im Rahmen des Vorhabens „Bildungskommunen“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kofinanziert von der Europäischen Union und mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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