Bei der Landratswahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat keiner der Bewerber im ersten Wahlgang am Sonntag die erforderliche Mehrheit erreicht. In der Stichwahl Ende Juni treten der bisherige Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und der AfD-Kandidat Torsten Arndt gegeneinander an.
Reinhardt strebt damit eine weitere Amtszeit an der Spitze der Kreisverwaltung an. Sein Herausforderer Arndt geht für die AfD ins Rennen, die in Brandenburg zuletzt bei mehreren Kommunalwahlen Erfolge verbuchen konnte.
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Anrdt wäre erster AfD-Landrat in Brandenburg
In anderen brandenburgischen Landkreisen hatte es zuletzt ebenfalls Stichwahlen mit Beteiligung der AfD gegeben. Im Landkreis Spree-Neiße setzte sich im März der CDU-Bewerber Martin Heusler mit 51,5 Prozent gegen die AfD-Kandidatin Christine Beyer durch, die auf 48,5 Prozent kam. Die AfD reichte gegen dieses Ergebnis Klage beim Verwaltungsgericht Cottbus ein, nachdem der Kreistag ihren Wahleinspruch zurückgewiesen hatte.
Die AfD hält die Differenz zwischen Urnen- und Briefwahlergebnis von 24,75 Prozentpunkten für zu groß. Heusler erhielt bei der Briefwahl 70,6 Prozent und an den Urnen 45,9 Prozent, Beyer kam per Brief auf 29,4 Prozent und an den Urnen auf 54,1 Prozent. „Diese Spanne übersteigt die bei vergleichbaren Wahlen in Brandenburg beobachteten Abweichungen und hat sich gegenüber dem ersten Wahlgang (21,97 Prozentpunkte) noch vergrößert“, heißt es in der Klageschrift, die der dpa vorliegt.
Der genaue Termin der Stichwahl in Ostprignitz-Ruppin ist am 28. Juni. Sollte Arndt sich durchsetzen, wäre er der erste AfD-Landrat in Brandenburg. Im Kreistag Ostprignitz-Ruppin ist die AfD die stärkste Kraft – bei der Wahl im Jahr 2024 holte sie 26,1 Prozent der Stimmen und verdoppelte damit ihren Wert. Die CDU landete mit 22,2 Prozent auf dem zweiten Platz, vor der SPD mit 14,5 Prozent.
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