Leichtathletik

Leichtathletik-WM: Diskuswerferin Pudenz vertraut auf das Team und einen Dino

Die Olympiazweite Kristin Pudenz vom SC Potsdam gehört zu den wenigen Medaillenkandidaten des DLV. Zwei Kolleginnen und ein Plüschtier helfen, damit klarzukommen.

Karin Bühler
Karin Bühler
2 Min
Kristin Pudenz tritt am Dienstagabend im Diskusfinale der WM in Budapest an. 

Kristin Pudenz tritt am Dienstagabend im Diskusfinale der WM in Budapest an. 

© Sven Hoppe/dpa

Kristin Pudenz ist es ergangen, wie es vielen Athleten ergeht. Sie hat sich nach oben gearbeitet in ihrem Sport, dem Diskuswerfen. Von der Masse unbemerkt, zunächst an der Sportschule in Potsdam, in der U23, bei der Universiade, Wurf für Wurf. Dann kam der erste große, überraschende Erfolg: Pudenz gewann bei den Olympischen Spielen im Regen von Tokio 2021 die Silbermedaille. Es war der große Wurf der in Herford geborenen Sportlerin, deren Vater Rüdiger in der DDR Diskuswerfer war. 

Danach änderte sich ihre Rolle. Sie war nicht mehr diejenige, die vielleicht mit einer Medaille überraschen könnte, die 1,91-Meter-Frau vom SC Potsdam gehörte plötzlich zu den Medaillenkandidatinnen. Das war vorigen Sommer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene, USA, der Fall. Das ist an diesem Dienstag im Finale der Leichtathletik-WM in Budapest (20.20 Uhr) wieder so.

Kristin Pudenz rückt bei der WM in den Fokus

Diesen Druck, sagt die 30-Jährige, nehme sie wahr. Nachdem sie voriges Jahr bei den Heim-Europameisterschaften in München die Silbermedaille gewann, steht sie in diesem Sommer auf Platz vier der Weltrangliste. Da andere deutsche Topathleten wie Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo in Ungarn fehlen, „rücken natürlich die, die dann jetzt Medaillenkandidaten sind, in den Fokus“.

Damit umzugehen ist eine Herausforderung, weil „man natürlich auch zeigen will, dass man dem gerecht werden kann“, meint Pudenz. Seit ein paar Jahren arbeitet sie mit einem Mentaltrainer, um den Druck nicht negativ zu interpretieren. Bei der WM 2022 in Eugene hemmten die öffentlichen Erwartungen sie noch.

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Auch in Budapest verlief die Qualifikation der brandenburgischen Landespolizistin am Sonntag wackelig. 62,71 Meter sind ausbaufähig, wenn man schon mal 67,87 Meter geworfen hat. Pudenz, die früher auch Volleyball spielte, mag Teamsport. Da ist es praktisch, dass sich auch Shanice Craft aus Halle und Claudine Vita aus Neubrandenburg fürs Diskusfinale qualifizierten. So viel deutsche Diskus-Power sollte Rückhalt geben. Ebenso wie der rosa Plüsch-Dino, den Pudenz geschenkt bekam. Er trägt ein Schild, auf dem steht: „You are Grrreat.“

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