Mehrere Händler in der Leipziger Innenstadt haben ihre Geschäfte mit großflächigen Holzfassaden gesichert. Hintergrund ist eine für den morgigen Tag angekündigte Großdemonstration der Initiative „Gen Z regelt“, bei der die Verantwortlichen vor Ort mögliche Ausschreitungen nicht ausschließen wollen.
Die Entscheidung zum Anbringen der Barrikaden kam nach Angaben der Betroffenen nicht aus den Geschäften selbst. In einigen Fällen hätten die Vermieter die Sicherungsmaßnahmen veranlasst, in anderen die jeweiligen Unternehmenszentralen außerhalb Leipzigs.
Die Leipziger Polizei nimmt die Bedenken der Händler nach eigenen Angaben ernst. Die Einsatzkräfte würden das Versammlungsgeschehen und das Umfeld genau beobachten.
Die Demonstration richtet sich – analog zu den Protesten in Frankreich und Italien – gegen unzureichende Investitionen in marode Schulen sowie gegen Einsparungen im Sozialbereich. Zusätzlich wenden sich die Teilnehmenden gegen die Pläne zur Einführung einer Wehrpflicht. In Leipzig kommt als lokales Thema die Ansiedlung mehrerer Rüstungsunternehmen hinzu, die ebenfalls kritisiert wird.
Demonstrationen in mehreren ostdeutschen Städten angekündigt
Angemeldet ist die Protestkundgebung von 14 bis 17 Uhr. Die geplante Route führt vom Augustusplatz über die Mittelfahrbahn des Innenstadtrings im Uhrzeigersinn zum Richard-Wagner-Platz und weiter über Brühl und Goethestraße zurück zum Augustusplatz.
Auch in weiteren ostdeutschen Städten sind Demonstrationen angekündigt. So etwa in Erfurt, Magdeburg, Dresden und Chemnitz sowie Rostock.
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