Kultur

Lesereihe „Schwerin 1945–1990“ erzählt Stadtgeschichte aus Tagebüchern

Historiker Christoph Wunnicke und Hanni Gruttmann lesen in drei Schweriner Kirchen; den Auftakt bilden Kriegsende und Nachkriegsjahre mit Schlagern von damals.

2 Min
Lesereihe: Musik aus den jeweils vorgestellten Jahren begleitet die Schweriner Stadtgeschichte (Symbolbild).

Lesereihe: Musik aus den jeweils vorgestellten Jahren begleitet die Schweriner Stadtgeschichte (Symbolbild).

© Hanke/imago

Die neue Veranstaltungsreihe „Schwerin 1945–1990 – Erzählt, vorgelesen, besungen“ nimmt sich in drei Schweriner Kirchen alle zwei Monate zwei Jahre Stadtgeschichte vor, von November 2026 bis November 2029, wie der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg mitteilte. Vorgelesen wird aus Tagebüchern, Briefen und Chroniken, begleitet von Musik aus den jeweils behandelten Jahren. Der erste Abend beginnt am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr in der Thomaskapelle des Doms, Eingang über den Kreuzgang.

Unter dem Titel „Weiße Fahnen, volle Straßen, ungewisse Zukunft in Schwerin 1945 und 1946“ geht es um die letzten Kriegswochen und den Neuanfang. „Am Schweriner Schloss weht die weiße Fahne, amerikanische Panzer stehen am Pfaffenteich und die Menschen hoffen auf ein Ende der Kämpfe“, sagt Wunnicke. Zu Wort kommen unter anderem die junge Ilse Geese mit ihrem Tagebuch und der KZ-Überlebende Fritz Eikemeier, für den das Kriegsende die Befreiung bedeutet. Die Lesung reicht von den ersten erleuchteten Fenstern nach Jahren der Verdunklung über wieder geöffnete Kinos und lange Warteschlangen bis zu den Wahlen von 1946 und dem wachsenden Machtanspruch der SED.

Schlager der Jahre begleiten die Lesungen in Schwerin

Kantor Reinhard Kotitschke, Trompeter Ulf Rust und Flötistin Cordula Rust spielen ausschließlich Schlager und Lieder aus den vorgestellten Jahren, beim Auftakt unter anderem „La Mer“ und „Capri-Fischer“. Das Publikum kann mitsingen. Bei ausgewählten Terminen ergänzen Schweriner Zeitzeugen die Lesungen um ihre Erinnerungen, im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Gespräch. Träger sind die Domgemeinde, die katholische Gemeinde St. Anna und die Friedensgemeinde Schwerin-Lankow.

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Weiter geht es am Mittwoch, 13. Januar 2027, mit den Jahren 1947/48 in der St.-Anna-Kirche, Schloßstraße 22, und am Mittwoch, 10. März 2027, mit 1949/50 in der Versöhnungskirche Schwerin-Lankow, Ahornstraße 2a, jeweils um 19 Uhr. Den Abschluss bildet im November 2029 das Ende der DDR und die Friedliche Revolution. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird gebeten.

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