Die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern ist im Oktober auf 61.300 gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber September und um 1,9 Prozent gegenüber Oktober 2025, wie die Regionaldirektion Nord mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,5 Prozent.
Die regionalen Unterschiede im Bundesland fallen jedoch deutlich aus. In der Landeshauptstadt Schwerin ist mit 9,6 Prozent fast jeder zehnte Erwerbsfähige ohne Arbeit, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt die Quote bei 8,8 Prozent. Deutlich besser stehen die Landkreise Rostock und Ludwigslust-Parchim da, die jeweils eine Quote von 5,7 Prozent ausweisen. Für die Hansestadt Rostock wird ein Wert von 7,4 Prozent genannt.
„Die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort“, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion, Letixerant. Zugleich bleibe der Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage „herausfordernd“. Die Arbeitsagenturen im Land haben derzeit 14.900 offene sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand – 0,5 Prozent weniger als im Oktober 2025.
Nachgefragt werden Beschäftigte vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Baugewerbe sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.
Jobverluste in Handel, Industrie und Bau
Dem gegenüber steht ein Rückgang bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Zwischen August 2025 und August 2026 verlor der Handel in Mecklenburg-Vorpommern laut Statistik 1500 Stellen, das Verarbeitende Gewerbe 1300 und das Baugewerbe 900. Auch unternehmensnahe Dienstleistungen und die Arbeitnehmerüberlassung büßten jeweils 600 Arbeitsplätze ein.
Damit zeigt sich ein zwiespältiges Bild: Während die Arbeitsagenturen offene Stellen in genau jenen Bereichen melden, in denen zugleich Beschäftigung abgebaut wird, deutet dies auf einen strukturellen Umbruch am Arbeitsmarkt des Landes hin.
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