Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Ermittlungen gegen eine Mitarbeiterin von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eingeleitet. Eine enge Mitarbeiterin Woidkes soll einer Kollegin in der Potsdamer Staatskanzlei einen Poststapel auf den Kopf geschlagen haben.
„Die Staatsanwaltschaft Potsdam führt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen eine Mitarbeiterin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg“, teilte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit.
Großen Poststapel mittig auf den Kopf geschlagen? Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Woidke-Mitarbeiterin
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Schläge in der Staatskanzlei: Vorfall ereignete sich im April
Der Vorfall soll sich bereits am 14. April in der Staatskanzlei ereignet haben. Die Mitarbeiterin Woidkes soll einer Sachbearbeiterin einen großen Poststapel mittig auf den Kopf geschlagen haben, wie Staatsanwältin Marieke Piazolo mitteilte.
Die betroffene Frau habe sich wegen anhaltender Kopfschmerzen ärztlich untersuchen lassen, hieß es weiter. Seither ist die Mitarbeiterin Medienberichten zufolge krankgeschrieben.. Eine weitere Mitarbeiterin sei Zeugin des Vorfalls gewesen.
Die Beschuldigte soll den Vorfall eingeräumt, aber anders dargestellt haben. Nach Angaben der Anzeigeerstatterin habe die Beschuldigte gesagt, dass es sich nur um eine dünne Mappe gehandelt habe und um einen „freundschaftlichen Klaps“, sagte Piazolo.
Vorausgegangen sein soll dem Geschehen ein Streit zwischen beiden Frauen über die Frage, ob sich Mitarbeiter private Pakete in die Staatskanzlei liefern lassen dürfen und ob diese aus Sicherheitsgründen durchleuchtet werden müssen. Die Anzeige wurde erst rund sechs Wochen nach dem mutmaßlichen Vorfall am 28. Mai erstattet. Gründe dafür nannte der Anwalt nicht.
Die Staatskanzlei wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang äußern. Als Arbeitgeber gebe man aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte, die Personalbelange von Beschäftigten beträfen, teilte ein Sprecher mit. Dies diene zudem dem Schutz von Persönlichkeitsrechten. (mit dpa)
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