Dieser Übernachtungsgast hatte weder Ausweis noch Gepäck dabei, dafür lange Ohren und offenbar großes Vertrauen in die Staatsgewalt: Ein junges Kaninchen hat in der Nacht zum Donnerstag vorübergehend eine Zelle im Polizeihauptrevier Güstrow bezogen.
Gegen 2.30 Uhr meldete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock ein Bürger bei den Beamten. Er hatte den schwarz-braunen Rammler am Borwinbrunnen in Güstrow gefunden - in einem Schuhkarton. Wie das Tier dorthin gelangte und ob es entlaufen oder ausgesetzt worden war, ist bislang unklar.
Zutraulicher „Häftling“ ohne Fluchtgefahr
Das Kaninchen zeigte sich ausgesprochen zutraulich. Berührungsängste mit der Polizei hatte der kleine Vierbeiner offenbar ebenso wenig wie Fluchtgedanken. Kurzerhand wurde er in einer Gewahrsamszelle untergebracht und versorgt. Ein Polizeifoto zeigt den vorläufig Festgesetzten beim Knabbern an einer Karotte.
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Ein Haftgrund lag selbstverständlich nicht vor. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt organisierte die Polizei deshalb eine artgerechte Unterbringung. Bis sein eigentliches Zuhause gefunden ist, kümmert sich vorübergehend ein Polizeibeamter um den tierischen Gast.
Polizei sucht den Besitzer des Karnickels
Wem der junge Rammler gehört, war am Donnerstag zunächst nicht bekannt. Die Polizei bittet deshalb den Eigentümer sowie Menschen, die Hinweise zur Herkunft des Kaninchens geben können, sich beim Polizeihauptrevier Güstrow unter der Telefonnummer 03843 266-224 zu melden.
Ob der Mümmelmann inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, bleibt vorerst offen. Fest steht nur: In Güstrow gilt offenbar auch für kleine Langohren - die Polizei ist dein Freund und Möhrchengeber.
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