Das Museum für Naturkunde Gera am Nicolaiberg lädt am 18. Oktober zum „Hyänen-Tag“ ein. Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion einer weiblichen Höhlenhyäne, die der Bildhauer bereits zu Jahresbeginn angefertigt hat und die an diesem Tag ausführlich in der Ausstellung besichtigt werden kann. Um 11.30, 13 und 14.30 Uhr führt jeweils ein Bildvortrag Kinder, Jugendliche und Familien in die Welt der Hyänen ein.
Im Anschluss können die Besucher das Modell in der Ausstellung ansehen. Danach wird passend zum nahen Halloween eine Hyänenmaske zum Mitnehmen gebastelt. Angaben zu Eintrittspreisen oder einer Anmeldung macht das Museum nicht.
Eine weitere Rekonstruktion: Höhlenhyäne des wissenschaftlichen Bildhauers Remie Bakker im Museum für Naturkunde Gera.
© Remie Bakker
Angefertigt hat die Hyäne der wissenschaftliche Bildhauer Remie Bakker aus Rotterdam, den das Museum als international renommiert bezeichnet. Bakker stellt Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere her und hatte bereits 2024 ein Wollhaarnashorn für das Geraer Haus geschaffen. Die neue Hyäne nagt an einem Oberschenkelknochen eines Wollhaarnashorns. Diese Tiere standen nach Angaben des Museums auf dem Speiseplan der Fleisch- und Knochenfresser.
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MehrLindenthaler Hyänenhöhle in Gera-Pforten
Das Modell knüpft an einen Fund in Gera-Pforten an: die „Lindenthaler Hyänenhöhle“. Dort gehörten Knochenreste und Zähne von Wollhaarnashörnern zu den häufigsten Fossilien. Nach Darstellung des Museums nutzten Generationen von Höhlenhyänen die geschützte Feldspalte etwa im Zeitraum vor 50.000 bis vor 20.000 Jahren, um ungestört Nahrung zu zerlegen. Die Entdeckung liegt nach Museumsangaben rund 152 Jahre zurück.
Von der Höhle ist am Kreuzungsbereich von Robert-Blum-Straße und Pfortener Straße nichts mehr erhalten. Nur eine Gedenktafel erinnert an den Fund.
Land Thüringen fördert die Anschaffung
Bezahlt wurde die Rekonstruktion mit einer Förderung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten. Projektträger ist der Verein Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde. Das Museum spricht von einer „sehr hohen Förderung“ für eine kostspielige Anschaffung; eine konkrete Summe nennt es nicht.
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Zusammen mit dem Pohlitzer Wollhaarnashorn zeigt das Museum damit nach eigener Darstellung nun mehrere große Ausstellungsstücke zum Leben in der letzten Eiszeit.
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