Landtagswahl

Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD und AfD gleichauf – Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung tickert live

SPD und AfD kämpfen um Platz eins, die CDU könnte sogar aus dem Landtag fliegen. Die OAZ verfolgt das Geschehen live vor Ort.

3 Min
Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm, Ministerpräsidentenkandidat der AfD

Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm, Ministerpräsidentenkandidat der AfD

© Jens Büttner/dpa

Am Sonntag wählen die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns einen neuen Landtag. Kurz vor der Abstimmung liegen SPD und AfD in Umfragen nahezu gleichauf. Auch aus dem Ausland gab es Wortmeldungen zur Wahl.

In Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Nach dem jüngsten ZDF-„Politbarometer“ liegt die SPD bei 37 Prozent, die AfD bei 36 Prozent. Die Oppositionspartei hatte in den Umfragen zuvor monatelang vorn gelegen.

AfD will „das Land blau machen“

Die AfD strebt nach eigenen Angaben die Regierungsverantwortung an. „Wir wollen dieses Land blau machen. Lasst Euch von den Umfragewerten nicht verunsichern“, sagte Spitzenkandidat Enrico Schult beim Wahlkampfabschluss in Demmin vor mehreren hundert Anhängern.

Auf dem Schweriner Marktplatz verfolgten nach Polizeiangaben rund 700 Menschen die Abschlussveranstaltung der Partei. Spitzenkandidat Leif-Erik Holm griff die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig scharf an und erklärte, sie müsse „endlich in den Ruhestand gehen“.

Gegendemonstration in Schwerin

Parallel zog eine Gegendemonstration unter dem Motto „Wir sind die Ostdeutsche Antifa“ durch die Landeshauptstadt. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 250 Menschen teil, die Organisatoren hatten mit 500 gerechnet.

Zu den Teilnehmern zählten unter anderem Vertreter der Jusos, der Initiative „Omas gegen Rechts“ und des DGB. Die Polizei trennte die Lager mit Absperrgittern. Für den Abend war eine weitere Kundgebung angekündigt.

Das polnische Innenministerium wies Überlegungen der AfD zu einer Einbindung polnischer Polizeikräfte in eine geplante Rückführungspolizei zurück. Ministeriumssprecherin Karolina Gałecka erklärte, es bestehe „keine Möglichkeit“, dass das Ministerium in seiner derzeitigen Zusammensetzung in irgendeiner Form mit der AfD zusammenarbeite.

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Der Wirtschaftsbeauftragte des Kremls, Kirill Dmitrijew, äußerte sich auf der Plattform X indes positiv zu einem Wahlaufruf von AfD-Chefin Alice Weidel. Mecklenburg-Vorpommern werde „wieder aufblühen“, wenn durch eine Zusammenarbeit mit der AfD Gas über die Nord-Stream-Leitungen zurückkehre. Von den ursprünglich vier Strängen ist nur einer unbeschädigt und nicht in Betrieb.

Lesen Sie mehr über die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und die Entwicklungen danach hier: Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung begleitet die Wahlen im Liveblog.

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