Nach dem sexuellen Missbrauch eines Kindes durch einen Patienten des Maßregelvollzugs in Brandenburg an der Havel werden die Regeln für Besuche in den forensischen Kliniken des Landes verschärft. Das kündigte Gesundheitsminister René Wilke (SPD) im Gesundheitsausschuss des Brandenburger Landtags an. Das Deutsche Ärzteblatt berichtete zuerst.
Grundlage sind Empfehlungen des Berliner Psychiaters Tom Bschor. Er hatte im Ausschuss ein Gutachten dazu vorgestellt, wie Besuche im Maßregelvollzug sicherer gestaltet werden können. Vorgesehen sind demnach unter anderem Möglichkeiten zur Videoüberwachung von Besuchsräumen sowie mobile Alarmknöpfe für Besucher.
Für pädophile Straftäter soll der Besuch von Minderjährigen künftig grundsätzlich ausgeschlossen werden. Eine Ausnahme soll für die eigenen Kinder gelten. In diesen Fällen soll der Besuch grundsätzlich durch eine Pflegekraft überwacht werden.
Kriminalität
Nach Missbrauch: Brandenburg verbietet Pädophilen Besuch von Kindern im Maßregelvollzug
Pädophile Insassen dürfen bald nur noch von ihren eigenen Kindern besucht werden – und das auch nur unter Aufsicht. Bislang war das offenbar ohne möglich.
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Die Sicherheitsvorkehrungen in den forensischen Psychiatrien in Brandenburg sollen verschärft werden.
© HRSchulz/imago
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