Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump wollen sich in dieser Woche am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York treffen. Das teilte das ukrainische Präsidialamt am Sonntagabend nach einem Telefonat der beiden mit. Nach Angaben des US-Portals Axios ist die Begegnung für Dienstag geplant.
Selenskyj sprach von einem wichtigen Gespräch und schrieb auf der Plattform X, das Treffen in New York könne vieles verändern. Es gebe diplomatische Dynamik. Die Ukraine sei bereit, „wirklich ernsthafte Schritte“ zu unternehmen, um zu einer Deeskalation mit Russland zu kommen. Als zentrale Themen nannte der Präsident nach Angaben seines Amtes Energiesicherheit, Ernährungssicherheit und den Schutz von Menschenleben.
Waffenlieferungen und Sanktionen als Rahmen
Das Treffen findet vor dem Hintergrund zweier jüngster Entscheidungen in Washington statt. Trump unterzeichnete in den vergangenen Tagen ein Sanktionsgesetz gegen Russland und billigte den bislang größten möglichen Rüstungsverkauf der USA an die Ukraine seit seinem Amtsantritt. Selenskyj dankte Trump laut Präsidialamt ausdrücklich für die Unterzeichnung des sogenannten Lindsey-Graham-Gesetzes.
Der ukrainische Präsident dankte zudem für den jüngsten Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew. Dort seien zentrale Details besprochen worden. Selenskyjs Chefunterhändler Rustem Umerow, der zugleich den ukrainischen Auslandsgeheimdienst leitet, sagte Axios, er arbeite seit Tagen mit Vertretern des Weißen Hauses an der Vorbereitung des Treffens. Die Zahl der Streitpunkte in den Gesprächen habe sich von Dutzenden auf ein oder zwei Kernfragen verringert.
Parallel zu den diplomatischen Vorbereitungen haben sich die militärischen Angriffe beider Seiten zuletzt verstärkt. Nach Darstellung von Axios griff die Ukraine am Sonntag mit Raketen Moskau an und traf dort eine Ölraffinerie. Russland habe in den vergangenen Wochen fast täglich Kiew und andere Großstädte mit Raketen beschossen.
Eine mit dem Telefonat vertraute Person sagte Axios, Trump habe Selenskyj wiederholt aufgefordert, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, weil diese die weltweiten Dieselpreise nach oben trieben.
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