Wer aus Mitteldeutschland ans Mittelmeer will, muss dafür bald nicht mehr umsteigen: Der Direktflug Leipzig–Djerba bringt Reisende künftig ohne Zwischenstopp auf die tunesische Ferieninsel. Die Fluggesellschaft Nouvelair verbindet den Flughafen Leipzig/Halle nonstop mit dem Urlaubsziel im Norden Afrikas – geplant ist eine wöchentliche Verbindung.
Für Sonnenhungrige aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bedeutet das vor allem eines: eine deutlich kürzere Anreise. Statt langer Umwege über andere Flughäfen erreichen Reisende nach rund drei Stunden das Ziel. Djerba ist bekannt für lange Sandstrände – hat aber weit mehr zu bieten, als der Ruf als reines Badeziel vermuten lässt.
Wann und wie oft ab Leipzig geflogen wird
Nouvelair bedient die Strecke einmal pro Woche. Nach den veröffentlichten Flugplänen startet die Maschine jeweils freitags in Leipzig/Halle.
Der erste geplante Flug hob am vergangenen Freitag um 12.10 Uhr ab und landete nach etwa drei Stunden auf der Insel. Die Verbindung ist ausdrücklich als saisonales Angebot ausgelegt und zunächst bis Ende Oktober vorgesehen.
Damit passt der Flug ins Profil des Leipziger Airports, der stark auf Urlaubsverkehr setzt. Tunesien wird dort im Ferienbereich beworben – neben Djerba auch das Ziel Monastir.
Nur knapp 2000 Kilometer bis zum Strand
Die Entfernung zwischen Leipzig und Djerba beträgt knapp 2000 Kilometer. Ohne Zwischenstopp wird diese Strecke in rund drei Stunden zurückgelegt. Für Reisende ist das ein spürbarer Zeitgewinn. Wer bisher mit Umsteigeverbindungen kalkulieren musste, spart durch den Nonstop-Flug einen erheblichen Teil der Reisezeit.
Djerba liegt vor der tunesischen Mittelmeerküste und zählt seit Jahren zu den Klassikern unter den Pauschal- und Badezielen. Im Mittelpunkt steht dabei die Küste mit ihren langen Sandstränden.
Mehr als nur Baden: Kultur, Kunst und Töpferei
Djerba ist längst nicht nur Strandziel. Zu den touristischen Zentren gehören die Orte Houmt Souk und Midoun. Die tunesische Tourismusbehörde weist außerdem auf den Ort Erriadh mit dem Street-Art-Projekt Djerbahood hin. Wer sich für Handwerk interessiert, findet in Guellala traditionelle Töpfereien.
Der kulturelle Rang der Insel reicht weiter: 2023 wurde Djerba in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen. Die Unesco würdigt sie als Zeugnis einer besonderen Siedlungsform in einem Inselterritorium – ein Aspekt, der weit über den Badetourismus hinausgeht.
Tunesien im Aufwind – mit einem Vorbehalt
Der Ausbau von Ferienverbindungen fällt in eine Phase steigender Nachfrage. Nach Angaben des tunesischen Tourismusministeriums überschritt das Land Ende 2025 die Marke von 11 Millionen Touristen.
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Mitteldeutsche Flughäfen: Aufwind für die Airports, Gegenwind aus der Politik
Bereits im Frühjahr 2025 warb Tunesien mit der Kampagne „Vivez l’instant… Vivez la Tunisie“ gezielt in 16 europäischen Märkten. Europa gilt als wichtigster Quellmarkt des Landes.
Zugleich rückt der wachsende Andrang auch den Schutz der Insel in den Fokus. Das Unesco-Welterbekomitee forderte 2025, eine Studie zur Tragfähigkeit in eine nachhaltige Tourismuspolitik einzubeziehen – Djerba ist also nicht nur touristisch, sondern auch denkmalpflegerisch sensibel.
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