Der Berliner Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Auf der Plattform X behauptet der Nutzer „ThoSo“, Koçak habe unter seiner Stellungnahme zu den Kontakten mit der Familie Remmo sämtliche kritischen Kommentare gelöscht. „Übrig geblieben sind ausschließlich Zuspruch und Solidaritätsbekundungen“, schreibt der Nutzer.
Er spricht von einer „Geschichte voller Ungereimtheiten und Widersprüche“ und veröffentlicht dazu einen Screenshot der Kommentarspalte. Ob und in welchem Umfang Kommentare tatsächlich gelöscht wurden, ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Koçak und Clan-Kontakte
Hintergrund sind bekannt gewordene Chatnachrichten zwischen Koçak und Firas Remmo, dem Sohn von Issa Remmo. Wie die Berliner Zeitung berichtete, hatte Koçak den Kontakt bestätigt und sich dafür entschuldigt. Er erklärte, zunächst nicht gewusst zu haben, mit wem er kommunizierte.
Ende September kündigte Koçak an, seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestages abzugeben. Über diese Konsequenz berichtete die Berliner Zeitung ebenfalls. In einer weiteren Stellungnahme Anfang Oktober räumte der Politiker Fehler ein, wies aber den Vorwurf einer Nähe zur Organisierten Kriminalität zurück.
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