Russlands Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, hat sich im Podcast „ungeskriptet“ von Ben Berndt zu den Vorwürfen gegen sein Land geäußert. Die deutschen Maßnahmen nennt er drastisch und enorm streng, so etwas habe es nach dem Weltkrieg nicht gegeben. Zugleich wirbt er für ein anderes Verhältnis: „Schlechte Beziehungen brachten unseren beiden Völkern Katastrophen und Tragödien. Schluss damit.“
Die Folge erscheint am Samstag. Teile des Gesprächs lagen der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung vorab vor (gehört wie die Berliner Zeitung zur Ostdeutschen Medienholding). Dort lesen Sie, was Netschajew zur Schließung des Russischen Hauses sagt.
Hintergrund ist der Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle im August. Außenminister Johann Wadephul und Innenminister Alexander Dobrindt machten Russland am Dienstag offiziell dafür verantwortlich, Berlin kündigte das Abkommen über das Russische Haus auf, Moskau zog mit den Goethe-Instituten nach. Eine eigene Erklärung für den Vorfall hat Russland bislang nicht vorgelegt.
Hinweis der Redaktion: Der Verleger der Berliner Zeitung, Holger Friedrich, war selbst Gast in dem Podcast, ebenso die Politikressortleiterin der Berliner Zeitung.
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