Politik

Olaf Scholz bleibt bei Nein zu Taurus für Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz lehnt eine Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine ab und will seine Haltung nicht ändern.

BLZ/dpa
2 Min
17.11.2024, Brandenburg, Schönefeld: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt vor dem Abflug zum G20-Gipfel in Rio de Janeiro ein Pressestatement auf dem militärischen Teil des Flughafens BER Berlin-Brandenburg.

17.11.2024, Brandenburg, Schönefeld: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt vor dem Abflug zum G20-Gipfel in Rio de Janeiro ein Pressestatement auf dem militärischen Teil des Flughafens BER Berlin-Brandenburg.

© dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält an seinem Nein zur Lieferung weitreichender Marschflugkörper vom Typ Taurus an die Ukraine auch nach der Kursänderung der US-Regierung fest. „Ja, die Bundesregierung war darüber informiert und nein, es hat keine Auswirkungen auf die Entscheidung des Bundeskanzlers, Taurus nicht zu liefern“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner in Berlin.

US-Medienberichten zufolge hat der scheidende US-Präsident Joe Biden der Ukraine erstmals erlaubt, taktische Raketen des Typs ATACMS mit einer Reichweite von mehreren Hundert Kilometern gegen Ziele in Russland einzusetzen. Dies soll vor allem bei der Abwehr der Gegenoffensive russischer und möglicherweise nordkoreanischer Truppen gegen den ukrainischen Brückenkopf im Gebiet Kursk helfen.

Eine Sprecherin des deutschen Verteidigungsministeriums sagte, bei von Deutschland gelieferten Waffen „handelt sich dann um ukrainische Waffen, die die natürlich auch im Rahmen des Völkerrechts entsprechend einsetzen darf“. Sie sagte: „Und alle von uns gelieferten Waffen fallen nicht in die Kategorie der weitreichenden Waffen.“

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