In Oranienburg soll am Mittwoch, 11. November, ein weiterer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Die Bombe wurde in der Adolf-Damaschke-Straße 11 im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche aufgespürt. Darauf haben sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) und die Stadt Oranienburg verständigt, wie die Kommune am Dienstag, 6. Oktober, mitteilte.
Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer erklärte, Voraussetzung für den Termin sei, dass sich bei der Freilegung am Vortag bestätige, dass es sich tatsächlich um einen Bombenblindgänger mit intaktem Zünder handelt. Nur dann wird die Entschärfung wie geplant durchgeführt.
Im Falle einer Bestätigung soll ab 8 Uhr am 11. November ein Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern rund um den Fundort eingerichtet werden. Dieses Gebiet darf dann nicht mehr betreten werden.
Schulen, Kitas und Werkstatt im Sperrgebiet
Von der Sperrzone betroffen sind mehrere Einrichtungen des öffentlichen Lebens. Innerhalb des 1000-Meter-Radius liegen laut Stadt die Mosaik-Grundschule, das Mosaik-Gymnasium Oberhavel sowie die Jean-Clermont-Schule. Zudem müssen die Kita Butzelzwerge, die Christliche Kita Leuchtturm und die Caritas-Werkstatt St. Johannesberg geräumt werden.
Oranienburg gilt als eine der am stärksten mit Kampfmitteln belasteten Städte Deutschlands. Nach Angaben werden im Stadtgebiet noch 200 bis 250 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden vermutet, was zu einer dauerhaften Unsicherheit für die Bevölkerung führt. Der aktuelle Fund reiht sich in eine lange Serie von Entschärfungen ein, die das städtische Leben immer wieder beeinträchtigen.
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